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Preiskrieg im PC-Geschäft war schuld


11.09.1992 - 

Netzwerkspezialist Compunet verfehlt erneut das Umsatzziel

MÜNCHEN (bk) - Die 700-Millionen-Mark-Umsatzgrenze scheint für die Compunet Computer AG eine unbezwingbare Hürde zu sein. Schon im Geschäftsjahr 1990/91 deutlich daran gescheitert, verfehlte der Kerpener Netzwerkspezialist vorläufigen Zahlen zufolge auch in dem am 30. Juni zu Ende gegangenen Fiskaljahr 1991/92 mit rund 680 (Vorjahr: 625,7) Millionen Mark das selbstgesteckte Ziel.

Compunet-Vorstandssprecher Jost Stollmann zeigte sich gegenüber der COMPUTER-WOCHE mit dem vorläufigen Jahresabschluß dennoch zufrieden: "Angesichts eines PC-Preiskrieges bislang unbekannter Härte im letzten Halbjahr war das Umsatzziel von 700 Millionen Mark nicht zu schaffen. Viel wichtiger aber ist, daß wir die Ertragsvorgabe eingehalten haben." Nachdem im Vorjahr aufgrund der Übernahme des Mitbewerbers Data Service ein Verlust von 9,5

Millionen Mark angefallen war, hatte Finanzchef Hans-Dieter Koch im März für das Geschäftsjahr 1991/92 einen Nettogewinn von zehn bis 20 Millionen Mark in Aussicht gestellt. Dies, so Stollmann, sei erreicht worden. Die Vorab-Zahlen zeigten einen Profit von mehr als zehn Millionen Mark.

Da mit dem reinen Handelsgeschäft im PC-Markt auch ohne überdimensionalen Preisverfall kein Wachstum mehr zu erzielen ist, hat Stollmann sein Unternehmen, das 1984 als IBM-Fachhändler gegründet wurde, längst auf den Dienstleistungssektor rund um die Computervernetzung eingeschworen. Daß aber in diesem Bereich die Trauben hoch hängen, mußte der Compunet-Chef in der zweiten Jahreshälfte 1991/92 erfahren. Hatten die Kerpener in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 1991/92 den Dienstleistungsanteil gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum noch um 86,2 Prozent auf 39,1 (21) Millionen Mark hochschrauben können, so bringt das vorläufige Endresultat mit 75 Millionen Mark nach 57 Millionen Mark im Vorjahr nur noch einen Zuwachs von rund 31,6 Prozent an den Tag. Schwerer wiegt indes, daß gegenüber der zweiten Jahreshälfte des Vorjahres der Dienstleistungsumsatz in den letzten sechs Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahres mit 36 Millionen Mark stagnierte.

In das neue Fiskaljahr geht Compunet mit einer Umstrukturierung. Die elf Data-Service-Geschäftsstellen werden ab 1. Oktober 1992 den Namen Compunet tragen. "Damit kommen wir dem Wunsch zahlreicher Kunden nach der Bedienung aus einer Hand nach", begründete Stollmann. "Zum anderen versprechen wir uns dadurch Kostenvorteile." Die Umfirmierung habe aber keinesfalls zur Folge, daß in den Städten, in denen sowohl Compunet als auch Data Service vertreten seien, nun eine Zusammenlegung der Niederlassungen erfolge und eine Personalkonsolidierung nach sich ziehe. Einzige Ausnahme sei München, wo es fortan nur noch eine Niederlassung gebe. Hier sei auch Belegschaft abgebaut worden.