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26.03.1993 - 

Netware auf RISC von HP, Sun, DEC und IBM

Netzwerkspezialist Novell breitet sich auf den RISC-Plattformen aus

Grundlage der RISC-Offensive von Novell ist eine prozessorunabhaengige Basisversion des fuer 31. Maerz 1993 angekuendigten Netware 4.0. Dieses Rumpf-Betriebssystem ist zu dem Zweck entwickelt worden, den Portierungsaufwand auf beliebige Plattformen moeglichst gering zu halten. Die jetzt angekuendigten Netware-Versionen unterscheiden sich von frueheren Produkten wie "Netware for Unix" dadurch, dass sie kein zusaetzliches Betriebssystem als Ablaufumgebung brauchen. Sie laufen direkt auf der RISC-Hardware, so dass die bisher haeufig kritisierten Leistungseinschraenkungen entfallen.

Allerdings kann das fuer 32Bit-Umgebungen ausgelegte Netware nach Ansicht der IDG-Schwesterpublikation "Network World" die 64-Bit- Architektur des Alpha-Chips nicht in vollem Umfang nutzen. Dasselbe gilt fuer das symmetrische Multiprocessing und die Cluster-Technik der neuen DEC-Plattform.

Unklar ist aus diesen Gruenden auch, wie Digitals Vice-President Robert Supnik einraeumt, welche Alpha-Systeme das Netzwerk- Betriebssystem im einzelnen unterstuetzen wird. In den offiziellen Stellungnahmen ist allerdings von einer "breiten Einsatzskala" die Rede. Das Spektrum der neuen DEC-Rechner soll von der Low-end- Workstation bis zum Leistungsbereich von Grossrechnern reichen. Die Software-Developer-Kits fuer "Netware for Alpha APX" sollen Ende dieses Jahres ausgeliefert werden; die lauffaehige Netware-Version ist fuer 1994 angekuendigt.

Da die Bedingungen bei der Portierung von Netware auf die verschiedenen RISC-Plattformen nahezu identisch seien, geht der britische Branchendienst "Computergram" davon aus, dass sich das Leistungsspektrum auf den verschiedenen Plattformen gleichen wird. So soll die gesamte Palette von Netware-Client-Systemen unter Betriebssytemen wie DOS, Windows, Macintosh und PC-Unix auf das RISC-basierte Server-System zugreifen und dessen Ressourcen wie Drucker oder Datenbanken nutzen koennen.

Der naechste Bewerber fuer eine native RISC-Implementation von Netware ist laut "Computergram" die IBM mit ihrer RS/6000- Workstation. Zwar wollte Kai Leonhardt, Pressereferent der Novell GmbH, diese Meldung nicht bestaetigen, wies aber darauf hin, dass "es noch weitere Portierungen auf die Systeme namhafter Hersteller geben werde".