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21.11.1975 - 

Gumin aus Japan zurück

Neue Achse: Siemens Fujitsu?

MÜNCHEN - Von seiner letzten Japan-Reise, die er umgehend nach der Systems antrat, hat das Siemens-Vorstandsmitglied für Datentechnik, Prof. Dr. H. Gumin, noch keine Verträge mitgebracht. Gumin führte Verhandlungen über den Vertrieb von Fujitsu-Großrechnersystemen in der Bundesrepublik und anderen europäischen Ländern. Interessant ist für Siemens vor allem eine abgewandelte Version des Amdahl-Rechners 470 V/6, der bekanntlich von Amdahl-Hauptaktionär Fujitsu in Japan produziert wird. Der führende japanische Computer-Hersteller hatte schon im vorigen Jahr bekanntgegeben, daß an einer "M4" gearbeitet wird, die die dreifache Leistung einer IBM 370/168 haben soll. Die M-Serie, Gemeinschaftsprodukt von Hitachi und Fujitsu, ist die Konkurrenz zur 370 Familie.

Siemens, bereits mit 6 Prozent an einer Fujitsu-Gesellschaft für numerische Steuerungen beteiligt, sucht für seine Tochter Computergesellschaft Konstanz GmbH ein Nachfolgemodell für den TR 440: die Weiterentwicklung für den größeren Rechner TR 540 ruht - 31 Millionen Mark Bonner Zuschüsse für diesen Computer stehen zwar noch im Förderkatalog 1974 des BMFT, sind aber (soweit bereits ausgezahlt) schon wieder zurückgezahlt worden.

Vorerst wird sich das Verhandlungskarussell allerdings noch weiter drehen: Stereotype Siemens-Standard-Auskunft: "Das Gespräch mit Fujitsu ist nur eines von mehreren, die wir mit anderen Herstellern über Möglichkeiten technischer Zusammenarbeit bei ausgewählten Produkten führen."