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24.12.1999 - 

Highlights: Ficon-Kanäle und Global Store

Neue BS2000-Maschinen nutzen Kupfer in den CPUs

MÜNCHEN (CW) - Ab März 2000 will Fujitsu-Siemens Computer die neue Generation der BS2000Mainframes auf den Markt bringen. Erstmals werden CPUs auf Basis der Kupfertechnik eingesetzt.

Die neue Großrechnerserie "S170" wird aus sieben Modellen bestehen. Das Einstiegsgerät kommt mit drei, der High-end-Rechner mit 14 Prozessoren. Jeder Mainframe verfügt über mindestens eine Ersatz-CPU ("Hot Spare") für den Fall, daß ein Prozessor ausgetauscht werden muß.

Fujitsu als Lieferant der Recheneinheiten fertigt die CMOS-Bausteine in 0,18-Mikrometer-Technik und verwendet dabei erstmals die von IBM entwickelte Kupfervariante, bei der die Leiterbahnen aus Kupfer statt wie bisher aus Aluminium bestehen. Nach Angaben von Eberhard Exner, Leiter Produktplanung für die BS2000-Zentraleinheiten, erhöht die neue Chiptechnik durch die bessere Leitfähigkeit die Rechengeschwindigkeit und verringert die Wärmeentwicklung.

Bislang war der - physikalisch logische - Einsatz von Kupfer für die Leiterbahnen im Fertigungsprozeß nicht zu verwirklichen, da die Kupferatome in das Silizium des Chips diffundierten. IBM hat als erster eine Möglichkeit gefunden, diesen Nachteil durch Sperrschichten auszuschalten. Die Leistung eines Monoprozessors beziffert Exner auf 190 RPF (Relativer Performance-Faktor).

Wie das Analystenteam von Compass schon früher berechnet hat, entspricht ein RPF in der Wertigkeit zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Instruktionen pro Sekunde (MIPS). Das Einstiegsmodell der S170-Serie mit drei CPUs kommt auf 510 RPF, das Topmodell mit 14 CPUs auf 1650 RPF. Damit habe man den bei BS2000 üblichen Leistungsgewinn von rund 50 Prozent für jede neue Mainframe-Generation auch diesmal wieder erreicht: Die S170-Serie ist rund 60 Prozent leistungsstärker als der Vorgänger "S160".

Weiteres Highlight ist laut Exner, daß an die neuen Maschinen erstmals auch Ficon-Kanäle angeschlossen werden können, die mit einem Durchsatz von 100 MB/s aufwarten. Zum Vergleich: Escon-Verbindungen transferieren Daten lediglich mit einer Geschwindigkeit von 17 MB/s. Als weitere Neuerung wird der "Global Store" nun als externer Speicher angeboten, der bis zu 270 Meter vom Rechner entfernt stehen kann. Der nicht flüchtige Halbleiterspeicher mit einer Maximalkapazität von 64 GB hält Daten bei einem Stromausfall bis zu 24 Stunden vor. Dank schneller Glasfaserverbindungen erfolgt die Datenübertragung laut Fujitsu-Siemens mit einer Geschwindigkeit von 1,2 GB/s.