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18.01.2005

Neue Chance für Herkules

Die Rahmenbedingungen für das Outsourcing-Projekt der Bundeswehr haben sich verbessert.

Im Tauziehen um das "Herkules" genannte Outsourcing-Projekt der Bundeswehr haben sich die Rahmenbedingungen verbessert. Die Kalkulation gestalte sich inzwischen günstiger, weil die Preise für Hardware, Software und IT-Dienste gesunken seien, meldete das "Handelsblatt" unter Berufung auf das Bundesamt für Informationsmanagement und Informationstechnik. Wegen der angekündigten Schließung von 100 weiteren Bundeswehrstandorten reduzierten sich auch die Kosten für die Vernetzung.

Angebot überarbeitet

Wie die computerwoche bereits im November 2004 berichtete, wollen die im Konsortium TIS zusammengeschlossenen Anbieter Deutsche Telekom, IBM und Siemens im Februar ein überarbeitetes Angebot für das 6,5 Milliarden Euro schwere IT-Projekt abgeben. Vorausgegangen waren erfolglose Verhandlungen zwischen dem Bundesverteidigungsministerium und dem mit TIS konkurrierenden Konsortium Isic 21, bestehend aus dem IT-Dienstleister CSC Ploenzke, dem Rüstungskonzern EADS und Mobilcom.

Isic 21 hatte ursprünglich das günstigere Angebot vorgelegt und lag damit bis zum Abbruch der Verhandlungen im Juli 2004 auf Platz eins im Bieterverfahren. Wie aus Verhandlungskreisen zu hören war, gab es von Seiten des Bundes wiederholt neue Wünsche, die die Kalkulation der Dienstleister ins Wanken brachten.

Isic 21 wieder im Spiel?

Wegen der jüngsten Entwicklung stellt sich die Frage, ob nicht auch Isic 21 von den veränderten Rahmenbedingungen profitieren könnte und ein neues Angebot vorlegt. "Wir prüfen derzeit, wie sich etwa der Verfall der Hardwarepreise auf das Verfahren auswirken könnte", sagte CSC-Ploenzke-Sprecher Frank Schabel dazu auf Anfrage. Gemäß dem offiziellen Bieterverfahren stehe Isic 21 aber nun auf Platz zwei. Erst wenn die Gespräche zwischen TIS und dem Bund scheitern sollten, komme das Konsortium erneut ins Spiel. Schabel: "Wir stehen zu unserem Angebot und sind für Verhandlungen offen."

Das Bundesverteidigungsministerium will im Rahmen von Herkules die komplette IT-Infrastruktur der Bundeswehr modernisieren. (wh)