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12.12.1980 - 

Auerbach untersucht Grafik-Terminalmarkt:

Neue Darstellungsmethoden zeichnen sich ab

MÜNCHEN (gr) - Grafische Terminals erobern immer mehr Anwendungsgebiete. Waren sie - so die Unternehmensberatung Auerbach in einer Studie über grafische Systeme - anfangs auf den militärischen Bereich und die Weltraumforschung beschränkt, so finden sie heute auch in Management-Informationssystemen ihren Platz. An der Entscheidung für grafische Ausgabe überhaupt und der Auswahl eines bestimmten Terminals sollten die Datenverarbeiter, meint Auerbach, das Management beteiligen.

1980 sind nach Auerbach rund 160 000 grafische Bildschirme installiert. Die Anwendungsbereiche gehen vom Zeichentrickfilm bis zur Simulation medizinischer Sachverhalte. Am meisten verbreitet ist Computer Aided Design (CAD), Computer Aided Manufacturing (CAM) und Computer Aided Engineering (CAE).

Ein weiteres Anwendungsgebiet liegt in der Prozeßsteuerung und -Kontrolle, bei der Daten zur Interpretation und Kontrolle industrieller Abläufe sichtbar gemacht werden. Erst in jüngster Zeit wurde die grafische Darstellung auch für Management-lnformationssysteme angewandt.

Optimum im Graph

Optimalentscheidungen werden an Hand der zu Graphs verarbeiteten Daten getroffen. Grafische Datenverarbeitung findet ihren Einsatz im Erstellen von geografischen, topologischen und demografischen Karten. Sie wird genutzt zur Darstellung medizinischer Modelle wie zur Simulation medizinischer Zusammenhänge und stellt damit ein Instrument zur Intensivversorgung und Diagnosenforschung dar. Als Lernhilfe schließlich ist die computerunterstützte Unterweisung, Ergänzung und Nachfolger des bekannten programmierten Unterrichtes, eingesetzt.

Alle diese verschiedenen Anwendungsbereiche, so heißt es in der Auerbach-Übersicht, erfordern deutlich unterschiedliche Ansätze in der Hard-und Software-Ausstattung des jeweiligen Systems.

Die Frage am Anfang

Bevor sich der Anwender an die Selektion eines bestimmten Modells oder Herstellers begibt, sollte er sich die gewünschte Problemlösung genau überlegen. Im Vordergrund steht, betont Auerbach, tatsächlich der Gedanke, ob die grafische Datenverarbeitung die beste Möglichkeit für die jeweilige Aufgabenstellung darstellt. Zum anderen müsse sich der Anwender klar werden, ob er lieber mit einem nicht programmierbaren, "dummen" Terminal arbeiten möchte oder ein intelligentes Ausgabe-Terminal mit grafischen Eigenschaften vorzieht.

Zu überlegen sei dabei, welche Arten grafischer Daten auf dem Schirm erscheinen sollen, welche Datenmengen auf einmal auszugeben sind, welche Plotgeschwindigkeit erforderlich ist inwieweit das System kompatibel mit bereits installierten oder geplanten Systemen ist, und welche farblichen Eigenschaften für die gewünschten Anwendungen erforderlich sind.

Viele Datenverarbeitungsfachleute zögern nach Ansicht von Auerbach bei der Systemauswahl, das Management mit technischen Daten zu behelligen. Sie fürchten, so argumentieren die Autoren, daß die Linien-Entscheider einen Einblick in das Allerheiligste - den fachtechnischen Vergleich verschiedener Rechnermodelle und Ausgabe-Terminals - erhalten. Doch hält der Berater den Schritt zur Information von Management und Anwender für unerläßlich zur korrekten Nutzung der Grafik-Komponenten. Nach einer vorläufigen Analyse vereinfache sich die Auswahl des geeigneten Systems. Weder die Zuverlässigkeit, noch die Benutzerfreundlichkeit dürften außer acht gelassen werden.

Besser und billiger

Doch ist der Bereich grafischer Terminals immer noch in einer recht heftigen technischen Entwicklung begriffen. Änderungen in der Bildschirmtechnik werden nach Ansicht der Auerbach-Experten nicht ohne Einfluß auf die Geräte und ihre Fähigkeiten bleiben. Neue Methoden der Dateneingabe und der Darstellung zeichnen sich ab. Dabei werden die Kosten sinken. Falls die jetzigen und zukünftigen Anwender ihre Wünsche bezüglich der Terminalgestaltung klar zum Ausdruck bringen würden konnten die Terminals von morgen bereits heute entwickelt werden. So aber zögerten die Hersteller, die nicht so recht an einen großen Markt für ihre Geräte glauben würden.