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30.06.1978 - 

Schweizer Eurocheque-Zentrum:

Neue Dienste der Banken erfordern spezielle Einrichtungen

AARAU (sg) - Seit dem 1. 1. 1978 gibt es den Eurocheque in der Schweiz, und exakt auf diesen Zeitpunkt hin entstand auch das in seiner Art einzigartige Eurocheque-Zentrum bei der auf Wertpapierdruck spezialisierten Trüb AG in Aarau. Derzeit werden hier täglich durchschnittlich 2000 Cheque-Sets zu je 10, 20 oder 50 Einzelcheques und 750

Cheque-Karten hergestellt. Diese werden täglich via Bankenrechenzentrum von bis jetzt 300 auftraggebenden Banken, mit ungefähr 4000 Geschäftsstellen in der ganzen Schweiz, bestellt. Die Bestellübermittlung erfolgt noch über ein Magnetband auf dem Postwege, doch wurden auch bereits Installationen zur Datenfernübermittlung ausgeführt.

Im Mittelpunkt des Eurocheque-Zentrums stehen Einrichtungen, die weit über das hinausreichen, was gehört. Die Steuerung erfolgt über zwei gleich ausgerüstete

Philips-Computer P 857 mit je 128 KB-Disks, Magnet-bandstation und anderen Peripheriegeräten. Die rund 30, vorwiegend in FORTRAN erstellten Programme regeln außer der allgemeinen Verwaltung den gesamten Betriebsablauf, wie zum Beispiel: Auflösung und Ergänzung der Bestelldaten für Cheques und Karten sowie Steuerung der OCR-Drucker. Im Offline-Betrieb arbeiten heute noch die Druckmaschinen. Für sie besteht aber ebenfalls bereits ein Konzept für die rechnergestützte Steuerung, so zum Beispiel für die Zuordnung der auf die Cheques aufzudruckenden Bankensignets. Das Konzept wird realisiert, sobald die notwendigen Veränderungen an den Maschinen beziehungsweise

dem Archiv für die Signets vorgenommen worden sind. Die Cheques werden nach der

EDV-Verarbeitung offline auf Spezialmaschinen geschnitten und in Briefumschlägen verpackt. Der Versand der Cheque-Sets erfolgt direkt an die einzelnen Cheque-Kunden in der gesamten Schweiz.

Für die Prägung der Cheque-Karten wurde eigens eine Data-Card-Anlage installiert. Es ist dies die bislang einzige Einrichtung dieser Art für die Schweiz. Diese Prägeanlage, die außer für die Erstellung der Eurocheque-Karten auch noch für andere Systeme wie zum Beispiel Bancomat verwendet wird, erbringt eine Leistung von bis zu 30 Karten pro Minute. Das Gerät arbeitet nach einem zuvor auf dem P 857 erstellten Magnetband offline mit

protokollarischer Überwachung.

Die zentrale Ausfertigung der in der Schweiz auszugebenden Eurocheques sowie die spätere Verarbeitung der eingewechselten Cheques erfolgt über das Rechenzentrum der Banken. Man folgt damit einer Konvention der Schweizerischen Bankiervereinigung, die darauf ausgerichtet ist, daß ab 1. 1. 1979 anstelle der heute noch üblichen verschiedenformatigen Bankencheques nur noch Eurocheques Verwendung finden sollen. Bis dahin sollen in der Schweiz rund eine halbe Million Kontoinhaber eine Eurocheque-Karte besitzen und der Eurocheque auch im nichtkartengarantierten Bereich eingeführt sein.