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04.06.2004 - 

BPM: Integrationstechnik und Methodik sollen Abläufe im Unternehmen verbessern helfen

Neue Herrscher über die Prozesse

Unter dem Schlagwort Business-Process-Management (BPM) versuchen Hersteller von Integrationssoftware und Analysten, die bisher von technischen Aspekten dominierte Diskussion um eine Unternehmenssteuerung mit Hilfe von Geschäftsprozessen strategischer anzugehen. Heraus kamen interessante Neuerungen in den Produkten, aber auch ein unübersichtlicher Markt.CW-Bericht, Sascha Alexander

Unter den Kürzeln, die Hersteller und Analysten zum Thema Anwendungsintegration in Umlauf bringen, ist BPM vielleicht das vieldeutigste. Die damit verbundene, oft akademische und widersprüchliche Diskussion füllt mittlerweile Bände und hat doch zu keiner eindeutigen Definition geführt. Grundsätzlich lässt sich aber festhalten, dass BPM den Fokus auf die Gestaltung und Steuerung der Anwendungen durch Geschäftsprozesse legt. Statt nur selektiv Kontrollflüsse zwischen einzelnen Anwendungen zu koppeln, wie dies heute meist Projektalltag ist, sollen künftig die einzelnen Abläufe zu übergreifenden End-to-End-Prozessen organisiert werden. Nicht mehr einzelne Anwendungen haben in diesem Szenario die "Prozesshoheit", sondern quer und unabhängig zu diesen werden Abläufe je nach Bedarf immer kleinteiliger gestaltet, kontinuierlich verbessert (orchestrieren) und implementiert. Dabei umfasst BPM nicht nur Prozesse zwischen und sogar in Anwendungen wie Unternehmenssoftware, sondern bezieht menschliche Arbeitsabläufe (Workflow) ein.

Ziel ist letztlich der Aufbau eines Regelkreises, erklärt Sacha Strathmann, Principal Consultant und EAI-Spezialist bei der Entory AG in Ettlingen. Dieser umfasst die fachliche Modellierung der Prozesse, deren Messung (Balanced Scorecard etc.), die technische Modellierung, die Automatisierung und Integration mittels Technik für Enterprise Application Integration (EAI) und zum Aufbau serviceorientierter Architekturen (SOA). Hinzu kommt das Monitoring der Prozesse, dessen Ergebnisse wieder bei der Messung berücksichtigt werden (siehe Grafik "Regelkreis"). Mit Hilfe eines Regelkreises ließen sich Prozesse kontinuierlich steuern, was Unternehmen beispielsweise den Vorteil bringe, ihre Lagerbestände optimieren zu können sowie aufgrund schnellerer Durchlaufzeiten Kosten einzusparen. Zentral sei es dabei, die Abläufe ständig zu überwachen und zu messen: "Mit steigender Zahl der Durchläufe verbessert sich der Prozess, da Stück für Stück Schwachstellen und Engpässe entdeckt und behoben werden können", sagte Strathmann.

Manche Kritiker behaupten, dass BPM inhaltlich nichts Neues bringe. Die Diskussion über das Management von Geschäftsprozessen lasse sich bis auf Systemtheorien aus den 20er Jahren zurückdatieren. IT-Experten verweisen darauf, dass die gleiche Debatte noch vor einigen Jahren unter dem Schlagwort "Business Process Reeingineering" geführt wurde, von dem heute die Hersteller nichts mehr hören wollten. Für Rüdiger Spies, Vice President Enterprise Applications beim Beratungshaus Meta Group in Ismaning, ist das Interesse an BPM vor allem dem erfolgreichen Marketing einiger EAI-Hersteller zu verdanken. Diese suchten angesichts fallender Lizenzpreise und der wachsenden Verbreitung von Web-Services als Integrationsvehikel nach neuen Wachstumsmärkten und einer Überlebensstrategie.

Ebenso wird eifrig darüber diskutiert, ob es eine eigene Produktkategorie für Business-Process-Management-Systeme (BPMS) geben sollte oder ob bisherige Integrationstechniken ausreichen. Befürworter behaupten, dass erst mit einem zentralen BPMS bisher getrennt angebotene EAI- und Workflow-Technik verschmelzen. Erstere diene vor allem einer technischen Integration strukturierter Daten und biete rudimentäre Prozessmodellierung, Workflow-Technik sei hingegen auf eine Automatisierung von Arbeitsabläufen und der Verarbeitung unstrukturierter Daten spezialisiert. Hinzu kommt als dritter BPMS-Baustein ein Abstraktions-Layer für Geschäftsprozess-Modellierung, wobei hier künftig auch Design-Werkzeuge (Business Process Modelling) wie das "Aris Toolset" von IDS Scheer herangezogen werden. Befürworter von BPMS, die sich seit einigen Jahren vor allem über die Community BPMI (http://www.bpmi.org) austauschen, erwarten, dass sich mit der Weiterentwicklung der Produkte künftig nicht nur IT-Spezialisten, sondern zunehmend auch Fachanwender mit der Gestaltung und Dokumentation von Prozessen beschäftigen werden.

Das andere Gesicht von BPM

Da ferner das Monitoring und Messen von Prozessen, das auch unter der Bezeichnung "Business Activity Monitoring" (BAM) vermarktet wird, Bestandteil des Regelkreises und somit eines vollständigen BPMS sein sollte, sieht Meta-Analyst Spies noch eine weitere Produktkategorie: Software für Business Intelligence (BI) und Data Warehousing. Und tatsächlich wird auch in diesem Markt das Akronym BPM verwendet, steht jedoch für "Business Performance Management" und betont die betriebswirtschaftliche Bedeutung einer Prozess- und Datenintegration für die Unternehmenssteuerung. Vor allem Software für Business Intelligence soll dabei die gesamte Wertschöpfungskette eines Unternehmens beobachten und auswerten und Daten liefern, mit denen sich die Leistung eines Unternehmens bewerten, verbessern und steuern lässt. Technisch sollen dabei künftig für BAM auch Prozessdaten erfasst und ausgewertet werden. Für Spies sind daher beide BPM-Varianten Teilbereiche einer umfassenden Prozessoptimierung.

Falsche Herstellerbotschaften

An der verbreiteten Meinung, dass EAI-Plattformen für BPM nicht ausreichend sein könnten, sind die Anbieter nicht ganz unschuldig. So wurden EAI-Produkte etwa von Tibco, Seebeyond, Vitria, Webmethods, Sterling Commerce oder IBM meist als Lösungen für die Integration von Daten und Anwendungslogik sowie reines Straight-Through-Processing (STP) angepriesen. Letzteres bedeutet, dass ein Prozess einmal erfolgreich angestoßen wird und alle nachfolgenden Prozesse gesteuert über ein intelligentes Software-Tool automatisch ablaufen. Tatsächlich ist EAI schon weiter: Viele Hersteller bieten neben Adaptern und Technik zur Transformation von Daten und entfernter Systemaufrufe bereits seit Jahren auch Werkzeuge zur Prozessmodellierung und -integration. "Allerdings wurde die Methodik und eine betriebswirtschaftliche Sicht auf die Prozesse bei der Vermarktung vernachlässigt", erklärt EAI-Experte Strathmann.

Die Softwarebranche wird derweil durch diese Debatte und Klassifizierung zusehends unübersichtlich und macht Anwendern eine Produktauswahl anhand von Marktkriterien fast unmöglich. Über 50 Hersteller unterschiedlichster Herkunft werben in ihren Broschüren für BPM und SOA. Marktforscher wie Forrester Research versuchen, die Produkte anhand typischer Anwendungsgebiete grob zu sortieren und haben sogar ein Segment "echter" BPM-Anbieter ausgemacht (siehe Tabelle "Anwendungsszenarien"). Andererseits bezweifeln EAI-Kenner wie Richard Nußdorfer, Geschäftsführer des Münchner Beratungshauses CSA Consulting, dass es heute schon vollständige BPMS gibt und diese überhaupt eine eigene Produktkategorie darstellen. "Viele Marketiers wissen gar nicht, wovon sie reden."

Auch andere Integrationsexperten argumentieren, dass BPM Teil einer EAI-Plattform sein (bleiben) sollte, die zugleich die Ablaufumgebung (Integration Server) stellt und alle benötigten Komponenten integriert. "EAI-Produkte haben sich mittlerweile von einer Toolbox zum Business-Werkzeug weiterentwickelt", sagte Wolfgang Gebhard, Product Marketing Manager bei Tibco. So ließen sich Prozesse heute durch Prozessschritte granularer aufbauen. Es sei laut CSA-Geschäftsführer Nußdorfer zudem schlichtweg falsch, zu behaupten, EAI-Produkte böten bisher keine Unterstützung für Workflows und die damit oft einhergehenden lang laufenden Transaktionen. "Es gibt aber noch riesige Unterschiede bei der Funktionalität der Modellierungskomponenten sowie im generierten Code." Außerdem bieten nur Spitzenprodukte die für BPM propagierte Möglichkeit, Prozesse dynamisch zu ändern. "Viele Tools haben noch ein katastrophales Handling." Ebenso würden erst langsam BAM-Funktionen verfügbar, ergänzte Entory-Manager Strathmann.

Hoffnungssträger XML

Als vielleicht wichtigste Neuerung im Zusammenhang mit BPM entstehen außerdem Sprachen zur Beschreibung system- und konzernübergreifender Geschäftsprozesse mit Hilfe von XML, die einmal proprietäre Prozessmodelle ablösen könnten. Wichtige Initiativen sind hier die Business Process Modeling Language (BPML) der BPMI, die Business Process Execution Language for Web Services (BPEL, früher auch BPEL4WS), die vor allem von IBM und Microsoft propagiert wird, sowie die Electronic Business XML Initiative (Ebxml), die die Organisationen Oasis und UN/Cefact entwickeln. Mit der Business Process Modeling Notation (BPMN) ist zudem eine einheitliche Kennzeichnung von Prozesselementen in Arbeit.

Trotz der Anstrengungen der Hersteller, ihre Produkte zu einem BPMS aufzuputzen, erwartet Meta-Analyst Spies, dass sich letztlich nur wenige Hersteller im Integrationsmarkt halten können. Anwender sollten daher EAI-Produkte vor allem aus taktischen Gründen kaufen, um kurzfristige Anforderungen abzudecken. Als Gewinner sehe er langfristig die IBM, wenn es um eine technische Anbindung gehe, sowie Microsoft, das künftig über seinen "Biztalk"-Server stark die Prozesse zu seinen Office- und Business-Produkten kontrollieren werde. Hinzu geselle sich die SAP aufgrund ihres betriebswirtschaftlichen Wissens um die internen Abläufe der eigenen Unternehmenssoftware, das sie in ihre als "Netweaver" vermarkteten Infrastrukturtechniken einbringen wird. Das Angebot der Walldorfer sei zwar noch nicht voll ausgereift, verdiene aber als einziges im Markt die Bezeichnung BPM-Suite, behauptet Spies.

Theorie und Praxis

Ein Blick in den Anwenderalltag offenbart jedoch, dass das Thema Prozess-Management noch am Anfang steht, vielleicht mit einer Ausnahme: Viele Finanzdienstleister arbeiten seit langem mit methodisch ausgereiften Werkzeugen zur Geschäftsmodellierung wie Aris und haben viel Geld und Zeit investiert. Die resultierenden Modelle deckten laut Berater Strathmann indes meistens nur Teilsichten auf die Prozesse des Unternehmens ab. Zwar ließen sich die Modelle der diversen Aris-Versionen mittlerweile in einige EAI-Plattformen oder in BPEL überführen. Doch bereiteten die unterschiedliche Mächtigkeit der Prozessbeschreibungen (Granularität) sowie die technische Implementierung Probleme. In anderen Branchen seien brauchbare End-to-End-Prozessmodelle oder gar Dokumentationen für eine Implementierung die Ausnahme. Dies treffe selbst auf die TK- und Automobilindustrie zu, die gern als Vorreiter im Markt gesehen werden. "Aber immerhin gibt es in den meisten dieser Unternehmen ein einheitliches Verständnis der Modellierung und Terminologie."

Anwendungsszenarien

Marktsegment / Hersteller / Mögliche vorteilhafte Szenarien

Enterprise Application Integration / Tibco, Webmethods, Seebeyond, Vitria, Commerce Quest / Integration von Geschäftsprozessen mit einer Vielzahl heterogener Systeme

Applikationsplattformen / IBM, Bea Systems, Sybase, Sun Microsystems, Microsoft / Integration von Geschäftsprozessen mit eigenentwickelter Geschäftslogik

Unternehmenssoftware / SAP, Oracle, Siebel, Chordiant / Integration von Geschäftsprozessen und Anwendungen in einer Umgebung, die von der Technik eines bestimmten Herstellers geprägt ist.

Pure-Play BPM / Savvion, Fuego, Filenet, Staffware, Pegasystems, Intalio, Lombardi / Integration von übergreifenden Geschäftsprozessen, die Systeme und menschliche Interaktionen umspannen. Sie benötigen komplexe Geschäftsregeln und/oder unterstützen zahlreiche Integrationstechniken.

Enterprise-Content-Management / Filenet, Dokumentum, Open Text, Interwoven, Vignette / Steuerung dokumentenorientierter Geschäftsprozesse, die eine Prüfung und Bestätigung von unstrukturiertem Content enthalten.

Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Quelle: Nach Forrester Research

Die Sicht des CIO

Im Jahr 2001 führte der Lösungsanbieter für die Printmedien-Industrie Heidelberger Druckmaschinen für mehrere Ländergesellschaften einen gemeinsamen Online-Shop ein. dieser sollte Kunden künftig ein einheitliches "Frontend"-Portal bieten, über das sich Verbrauchsmaterialien, Ersatzteile und Zubehör im integrierten Produktkatalog suchen sowie Auswahl- und Bestellvorgänge weitgehend automatisiert vornehmen lassen.

CW: Herr Neff, worin Bestand die Herausforderung bei der Umsetzung des Projekts?

Neff: Unter anderem waren unterschiedliche SAP- und AS/400-Anwendungen im Backoffice der Gesellschaften an das Frontend anzuschließen, ohne Letzteres jedes Mal neu anpassen zu müssen. Dies war auch deswegen gewünscht, um künftig einzelne Legacy-Systeme ändern, abschalten oder ersetzen zu können, ohne dadurch den Internet-Online-Betrieb zu stören und auch die Frontend-Systeme anpassen zu müssen. Damit bleiben interne Veränderungen an den Backoffice Systemen "unsichtbar" für den Endbenutzer.

CW: Wie sah die Lösung aus?

Neff: Nach einer längeren Bewertungsphase entschied sich Heidelberg schließlich für die Einführung einer zentralen EAI-Plattform des Anbieters Seebeyond, um Front- und Backoffice miteinander zu koppeln. Aus IT-Sicht konnte sich der finanzielle und zeitliche Aufwand bei der Schnittstellenpflege um etwa 30 Prozent reduzieren lassen. Damit erhöhte die EAI-Lösung die Produktivität der Schnittstellenerstellung und -kontrolle und macht verfügbare Daten integrierter zugänglich; das bedeutet aber noch keine inhaltlich qualitative Verbesserung der beteiligten Daten. Diese lässt sich letztlich nur erreichen, indem bestehende "Altsysteme" durch moderne, die Qualität der Daten und Prozesse verbessernde Tools ersetzt werden.

CW: Spielte BPM für Sie eine Rolle?

Neff: Ich stehe einem umfassenden Ansatz für das Geschäftsprozess-Management à la BPM skeptisch gegenüber. Die Prozesse in Unternehmen ändern sich oft nur zufällig und auf Initiative einzelner Verantwortlicher wie beispielsweise dem Chef der Logistik, die ihre Neuerungsvorschläge an die IT weiterleiten.

CW: Wie ließe sich BPM systematischer angehen?

Neff: Um jenseits der IT Interesse an BPM-Tools zu wecken, bedarf es einer klaren Vermittlung des Nutzens, den sie dem jeweiligen Fachbereich bringen. Oft ist allerdings der Aufwand, Prozesse separat zu erfassen, zu dokumentieren und laufend zu modellieren, angesichts begrenzter Budgets und Ressourcen intern kaum zu rechtfertigen, zumal eine Dokumentation ständig aktualisiert werden müsste. Der Aufwand und Nutzen ist sorgfältig abzuwägen, bevor man auch sehr komplizierte Prozessmodelle in solchen Tools erfasst.

CW: Trifft dies nur auf ihre Branche zu?

Neff: Die Geschäftsprozessdokumentation spielt aus rechtlichen Gründen in Branchen wie der Pharma-, Lebensmittelindustrie oder Finanzdienstleister von je her eine stärkere Rolle. Auch bedeuten dynamisch anpassbare Prozesse für diese Unternehmen ein Vorteil.

Michael Neff, CIO, Heidelberger Druckmaschinen

Glossar

BPM 1: Business-Process-Management: Es gibt keine eindeutige Definition. Allgemein beschäftigt es sich mit der Modellierung, Automatisierung, Orchestrierung unternehmens- und anwendungsübergreifender Geschäftsprozessen. Es umfasst in Form eines Regelkreises die Prozessanalyse, Konzeption, Modellierung und Simulation optimierter (orchestrierter) Prozesse durch Auswertung der Laufzeitinformationen.

BPM 2: Business-Perfomance-Management: Betont die betriebswirtschaftliche Bedeutung einer Daten-, Prozessintegration für die Unternehmenssteuerung. Software für Business Intelligence hilft dabei die gesamte Wertschöpfungskette eines Unternehmens beobachten und auswerten und liefert Daten, mit denen sich die Leistung eines Unternehmens bewerten, verbessern und steuern lässt. Künftig sollen zudem Prozessdaten erfasst und ausgewertet werden (Business Activity Monitoring).

SOA: Service orientierte Architektur: Architekturkonzept, bei dem nicht die Integrationstechnik, sondern der Entwurf flexibler Geschäftsprozesse zwischen Anwendungen oder Anwendungsbestandteilen im Vordergrund steht. Ziel ist es, Geschäftslogik wie einen Dienst beispielsweise über Web-Services in Abläufe einzubinden.

BPML: Business Process Modeling Language: XML-basierende, direkt ausführbare und plattformunabhängige Metasprache der Organisation BPMI zur einheitlichen Beschreibung von Geschäftsprozessen.

BPEL: Business Process Execution Language: Zu BPML konkurrierender, auf Web-Services basierender Vorschlag von IBM und Microsoft, der sich vor allem mit der Zusammenarbeit von verschiedenen Teilnehmern an einem Prozess beschäftigt.

BPMN: Business Process Management Notation: Vorschlag der BPMI für eine einheitliche Auszeichnung von grafischen Prozesselementen.

Ebxml: Umfassende XML-Spezifikationen und Protokoll der Oasis und UN/Cefact für den Geschäftsverkehr im elektronischen Handel.

Edoc: Notation der Object Management Group für den Entwurf von Metamodellen zur Beschreibung von Geschäftsabläufen.

Abb: Regelkreis sichert effektives Business-Prozess-Management

Damit BPM funktioniert, müssten Geschäftsprozesse über eine Plattform durchgängig geplant, geprüft, modelliert, integriert und überwacht werden. Quelle: Entory