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27.09.2002 - 

Zugriff bei Analyseanwendungen beschleunigt

Neue IBM-Datenbank wird im Highend teurer

ARMONK (CW) - Im November bringt IBM eine neue Version ihrer Datenbank "DB2" auf den Markt. Für unternehmensweite Anwendungen wird sie um 25 Prozent teurer, dafür bei Business-Intelligence-Anwendungen schneller.

DB2, Version 8, soll am 21. November für HP-UX, AIX, Linux und Windows allgemein verfügbar gemacht werden. Seit Juli ist das Produkt im Betatest bei Pilotkunden. Um 432 Funktionen hat IBM seine Datenbank ergänzt und damit vor allem den Datenzugriff für Analyseanwendungen beschleunigt.

Doch die neuen Funktionen lässt sich IBM teuer bezahlen. Die bisher verfügbaren zwei Highend-Versionen "Enterprise Edition" und "Extended Enterprise Edition", Letztere bietet unter anderem die Möglichkeit der Cluster-Bildung, werden zu einer "Enterprise Server Edition" zusammengefasst, bei der aber die Cluster-Funktionalität fehlt. Die Enterprise Server Edition soll 25000 Dollar pro Prozessor kosten, die Enterprise Edition schlug bislang dagegen mit nur 20000 Dollar pro Prozessor zu Buche. Wer darüber hinaus DB2 auch clustern, also mehrere Datenbanken auf verschiedenen Servern zusammenschalten möchte, muss 7500 Dollar pro Prozessor zusätzlich zahlen. Im Gegenzug macht IBM den kleinen Bruder seines Flaggschiffs billiger. Die "Workgroup Edition" erhält der Anwender pro CPU künftig für 7500 Dollar statt für bislang 14000 Dollar.

Mit dem neuen Preismodell für die Enterprise Server Edition ist IBM immer noch günstiger als der Konkurrent Oracle. Dessen Enterprise Edition kostet 40000 Dollar pro Prozessor, und für die Cluster-Technik sind zusätzlich 20000 Dollar je Prozessor fällig.

Die Preiserhöhung rechtfertigt IBM mit den Erweiterungen seiner Datenbank, insbesondere mit neuen Funktionen bei Business-Intelligence-Anwendungen. Diese sollen Abfragen beschleunigen. Möglich wird das durch eine Art Cashing. Greift eine Anwendung auf Daten aus verschiedenen Datenbanken zu, so werden diese lokal für die entsprechende Anwendung abgelegt. Das funktioniert aber nur, wenn die entsprechenden Datenbestände in DB2-Datenbanken vorliegen. Konkurrenzprodukte von Oracle und Microsoft werden nicht unterstützt.

Darüber hinaus hat IBM die XML-Fähigkeiten der Datenbank ausgebaut. Erweiterungen der Abfragesprache SQL erleichtern die Verarbeitung von Daten im XML-Format. Weiterhin können Daten via Web-Services exportiert und importiert werden. Zum Beispiel kann eine Finanzapplikation sich über Web-Services die aktuellen Börsenkurse von einem Kursdienst holen.

Dagegen wird IBM mit der Version 8 noch keine Xquery-Fähigkeiten zur Verfügung stellen. Diese Abfragesprache standardisiert den Datenzugriff im XML-Format. "Xquery ist ein sehr umfassendes Projekt, und es erfordert mehr als eine Version, das in die Datenbank zu bringen", begründet Jeff Jones, Director of Strategy bei IBMs Datenbank-Unit, das Fehlen dieses Standards. (mo)