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28.02.1992 - 

Das Low-end der ES9000-Familie wird ausgebaut

Neue IBM-Mainframes werden früher als vorgesehen ausgeliefert

MÜNCHEN (CW) - Mehrere Monate früher als angekündigt wird die IBM einige Mainframe-Modelle der Serie ES/9000 ausliefern. Darüber hinaus hat der Marktführer zwei Mainframes der unteren Preisklasse, angekündigt, mit denen Big Blue den eigenen AS/400-Rechnern Konkurrenz macht.

Bereits jetzt können Kunden nach IBM-Angaben die ES/9000-Modelle 520, 640, 660 und 740 beziehen, die ursprünglich erst ab Ende März ausgeliefert werden sollten. Selbst das Modell 860, das für Ende Juni angekündigt worden war, ist bereits jetzt verfügbar. Ermöglicht hat den Zeitgewinn eine Beschleunigung des Prozesses, die Geräte zur Massenproduktion zu bringen.

Die Nachfrage nach diesen Mainframes klassischer Art ist nach IBM-Angaben weiterhin ungebrochen, die Auftragsbücher für das erste und zweite Quartal seien voll. Jetzt wolle man sich anstrengen, auch die Upgrade-Features schneller verfügbar zu machen, damit IBM-Anwender älterer Mainframes eher auf die neuen Systeme aufrüsten können.

Neu innerhalb des Low-ends der Systemmilie ES/9000 sind die luftgekühlten Modelle 180 und 200. Mit dem System 180 soll Mainframe-Anwendern ein preisgünstiges Einstiegssystem in die ES/9000-Umgebung geboten werden. Nach IBM-Angaben ist es auch für solche Anwender gedacht, die bisher ES/4381- oder 3038-Prozessoren einsetzen und diese aufrüsten wollen. Die größtmögliche Speicherausstattung des Modells 180 liegt mit 512 MB achtmal so hoch wie beim vergleichbaren ES/4381-System.

Die Rechenleistung soll etwa 2,7mal höher sein. Zur Standardausstattung gehören 64 MB Hauptspeicher und acht Kanalanschlüsse. Mittels eines optionalen Vektorzusatzes kann darüber hinaus die Leistung bei rechenintensiven Anwendungen gesteigert werden.

Aufrüstmöglichkeiten bestehen in Richtung Modell 190 und 210. Mittels Zusatzeinrichtungen können die Anwender bis zum Spitzenmodell der übrigen acht luftgekühlten ES/9000-Rechner hochrüsten.

Beim neuen Modell 200 handelt es sich um einen dyadischen Prozessor, der etwa die 1,5fache Leistung des bisherigen Spitzenmodelles dieser Gruppe bringen soll. Zur Standardausstattung zählen 64 MB Hauptspeicher, der auf 256 MB erweitert werden kann. Bis zu 24 Parallel- oder Escon-Kanäle lassen sich anschließen. Das Modell 190 soll im April zu einem Preis von rund 800 000 Mark, Modell 200 bis zum Ende des dritten Quartals für etwa 750 000 Mark lieferbar sein.

Branchenkenner werten die neuen Einstiegs-Mainframes als "AS/400-Killer". Sie dienten offensichtlich dazu, Mainframe-Anwender weiterhin an die 370-Familie zu binden und davon abzuhalten, sich High-end-AS/400-Systeme der E-Familie zu kaufen.