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26.02.1999 - 

EAI-Software verbindet Standardpakete

Neue Konnektoren zwischen Oracle, Peoplesoft und SAP

MÜNCHEN (CW) - Integrationssoftware-Anbieter wie TSI Software,ein langjähriger Partner der SAP, Software Technology Corp. (STC), Smart-DB und Frontec entwickeln Softwarekonnektoren für die Standardsoftware von Peoplesoft und Oracle.

Die Analysten der Gartner Group bezeichnen die Produkte, mit denen sich Verbindungen von unterschiedlichen Standardpaketen wesentlich einfacher als mit manueller Schnittstellen-Programmierung bewerkstelligen lassen sollen, als Enterprise-Application-Integration-(EAI-)Software. Die Integration neuer Systeme in die bestehende DV-Landschaft kostet Unternehmen nochmals zwischen zehn und 60 Prozent der Anschaffungskosten.

Enge Kooperation mit ERP-Anbietern

Erreicht werden soll dieses Ziel mittels vorgefertigter Adapter oder Connectoren zu den gängigsten Enterprise-Resource-Planning-(ERP-)Paketen und Front-Office-Anwendungen. Die EAI-Anbieter wie Crossworlds, Constellar oder Extricity arbeiten aus diesem Grundeng mit ERP-Softwarehäusern zusammen und garantieren somit die Aktualität ihrer Anschlußstücke.

Einer der großen Player im Markt und langjähriger Gefolgsmann der SAP ist TSI Software (www.tsisoft.com). Das Unternehmen ist mit seinem Tool "Mercator for R/3" ein Eckpfeiler der SAP-eigenen Verbindungstechnik "Application Link Enabling" (ALE), die wiederum eine wesentliche Rolle bei der Komponentenstrategie des ERP-Giganten spielt. Mit ALE werden beispielsweise verteilte R/3-Systeme verbunden, aber auch die Zerschlagung der monolithischen Anwendungen basiert zu großen Teilen auf dieser Technik. Mercator übernimmt im wesentlichen den Datenformatabgleich zwischen unterschiedlichen Anwendungen (Mapping).

John Hangar, Vice-President von TSI, hat verlauten lassen, daß man nun auch Brücken zwischen SAP und Peoplesoft anbieten werde. Insbesondere die R/3-Produktionslösungen sollen mit Peoplesofts Personalpaket "Human Resources" gekoppelt werden. Diese Produktkombination sei in den USA häufig installiert, und man wolle sich dieses Geschäft nicht entgehen lassen, so die Motivation von TSI.

Immerhin habe Peoplesoft im vergangenen Jahr über 550 Millionen Dollar Lizenzumsatz erwirtschaftet, was eine große Installationsbasis zu Folge habe: "Unsere Kunden suchen nach Tools, die eine direkte Verbindung von SAP und Peoplesoft ermöglichen", so Hangar.

Ein weiterer Player im EAI-Markt ist STC (www.stc.com). Jim Demetriades, CEO von STC, nimmt für sich in Anspruch, eine SAP-Peoplesoft-Brücke exklusiv mit Peoplesoft geschmiedet zu haben. Der Connector sei derzeit noch im Test, werde aber Ende März zur Verfügung stehen. Mit der "Smart-DB Workbench 4.1" stellt der gleichnamige Hersteller eine Suite sowie spezifische Schablonen(Templates) zur Verfügung, mit der sich historische Daten aus Altsystemen rasch in Peoplesofts ERP-Lösung überführen lassen sollen. Templates für "Oracle Applications" gehörten bis dato zum Portfolio von Smart-DB Corp. (www. smartdb.com).

Der Zeitaufwand gegenüber herkömmlichen Übertragungstechniken soll um 80 Prozent geringer sein. Die Daten werden zunächst in die Smart-DB geladen, dort gemäß der Peoplesoft-Semantik abgeglichen und in einem nächsten Schritt in das ERP-System übertragen (siehe Grafik "Integration per Plug and play"). Preise für die Smart-DB beginnen ab 47500 Dollar. Die Templates schlagen nochmals mit rund 5000 Dollar zu Buche.

Im dritten Quartal dieses Jahres stellt Frontec (www.frontec)einen Connector für Oracle Applications aus der "Amtrix-"Produktfamilie vor. Mit dem Adapter sollen sich ERP-,Lieferketten- und Konfigurationssoftware von SAP, J.D. Edwards, Manugistics und IMI mit Oracle verbinden lassen.

Bei aller Euphorie über mögliche Einsparungspotentiale durch EAI-Software gibt Analyst Jim Holincheck von der Giga Information Group jedoch zu bedenken, daß die Technik noch recht neu ist: "Die Anbieter müssen die Praxistauglichkeit im großen Stil nochbeweisen.