Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

13.05.1983 - 

BDVB räumt neuen Technologien hohen Stellenwert ein:

Neue Medien auf dem Marsch ins Büro 2000

MÜNCHEN (CW) - Im Zeichen der neuen Kommunikations- und Datentechniken stand eine Podiumsdiskussion des BDVB (Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte), die am 25. April in München stattfand. Teilnehmer aus Anwenderkreisen und der DV-Industrie nahmen Stellung zu Aspekten der Normung neuer Technologien und deren Schnittstellenproblematik.

In einem einführenden Referat bot Hans Breidler, Leiter Markt und Absatz des Bereiches Datentechnik bei der Siemens AG, einen Überblick über die Entwicklung der Kommunikationstechniken und erläuterte die gegenwärtigen Marktströmungen sowie zukünftige Trends und Möglichkeiten. Besonderen Wert legte der Referent auf das seiner Meinung nach bestehende hohe Rationalisierungspotential im Bereich der Bürokommunikation und Datenverarbeitung, über dem allerdings Akzeptanz und Schnittstellenprobleme nicht vernachlässigt werden dürften. Diese ließen sich jedoch durch eine "flexible Schnittstellenpolitik" und kompatible Systeme weitgehend ausräumen.

Die anschließende Diskussion eröffnete der Produktmanager der Apple Computer Marketing GmbH, Günter Muths, mit der Forderung, dem Endanwender ein Gerät zur Verfügung zu stellen, das sich durch leichte Erlernbarkeit und Anwenderfreundlichkeit auszeichnet. Auf diese Weise könne man die Hemmschwelle gegenüber neuen Techniken abbauen.

Norbert Ruppenthal, DV-Leiter der Firma Rodenstock, stimmte Muths generell zu, verwies jedoch auf die Angst der Anwender, angesichts des Überangebots an Geräten eine falsche Wahl zu treffen.

Der Vertriebsleiter des Bereichs Datentechnik der Siemens AG, Karl-Heinz Schmidt-Roepke, betonte in diesem Zusammenhang die verstärkte Arbeit der Software-Häuser am Design. Sie habe das Ziel, Kundenwünschen gezielter entsprechen zu können.

Wie sich aus der Diskussion ergab, sind sich die meisten Anwender bereits der Probleme bewußt, die der Einsatz der neuen Medien im Umgang mit ausländischen Geschkäftspartnern mit sich bringt. Breidler verwies darauf, die technologischen Trends verliefen ähnlich, so daß der "grenzüberschreitende Datenverkehr" in absehbarer Zeit kein Problem mehr darstellen werde.

Dieses Schlagwort griff Herbert Maier, Chefberater Kommunikationssysteme der IBM Deutschland GmbH, auf: Er könne nicht recht an eine problemlose Kooperation glauben, da vorläufig auch die Frage der Normung in den einzelnen Ländern unterschiedlich gehandhabt werde. Unbedingte Voraussetzung für eine reibungslose Entwicklung auf dem Mediensektor sei die Vereinheitlichung der Installationsprotokolle, um die notwenige "Vernetzung der Netze" zu ermöglichen.

Das Diskussionsergebnis faßte Heinz K. Weiler, Marketing-Leiter der Softlab GmbH, zusammen: Um ein sinnvolles Arbeiten zu gewährleisten, müsse man "eine saubere Anwendung in einer vernünftigen, ausbaufähigen Installation" entwickeln.