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Honeywell Bull Modell 6160


04.12.1974 - 

Neue Möglichkeitenbewährte Prinzipien

KÖLN - Jetzt werden die ersten drei HB-Modelle 61/60 in der BRD installiert: bei der Landesärztekammer Hessen in Frankfurt, bei der Fa. Karl Fischer Apparatebau, Berlin, und in den Jung-Werken, Wehbach.

Von der bewährten Serie 50 hat das Modell 61/60 die Grundkonzeption übernommen:

Hauptspeicher 10 K in Verbindung mit einem Mikroprogrammspeicher (ROS = Read Only Store), der die Charakteristik eines Supervisors hat; softwaremäßig unterstützt durch die Funktion des Swapping.

Eine neue Technologie allerdings: Halbleiterspeicher (MOS) gegenüber einem Kernspeicher bei der Serie 50. Die Zykluszeit ist gegenüber dem Modell 58 mit 1,2 msec gleichgeblieben.

Entscheidendes Merkmal des Modells 61/60 ist das bisher ausschließlich in Großsystemen verwendete Prinzip des Front-End-Prozessors (FEP).

Das Modell 61/60 ist nach Aussage von Honeywell Bull als Kommunikationssystem konzipiert und wird standardmäßig ohne Kartenperipherie angeboten. Es soll dort eingesetzt werden, wo von der Aufgabenstellung her der On-line-Betrieb Priorität gegenüber Stapelverarbeitung hat.

Beim FEP handelt es sich um einen Halbleiterspeicher mit 8, 12 oder 16 K, der die Bearbeitung der Terminalnachrichten und Warteschlangen übernimmt und dadurch ermöglicht, daß der Hauptrechner - frei von Aufgaben der Terminalverwaltung - im Multiprogramming-System genutzt werden kann.

Über Terminals, die an die 61/60 angeschlossen werden, sind Datenerfassung und Dialogverkehr möglich. Die Übertragung der Meldungen vom oder zum Terminal geschieht simultan zur Programmverarbeitung und zum Swapping. Zur Unterstützung des Dialogverkehrs wurde eine spezielle Software (System 61-3 G-COS) entwickelt. Anschließbar sind das Bildschirmgerät DTS 7200 und druckende Terminals. Außerdem ist es möglich, das System 61 in ein Fernverarbeitungsnetz einzugliedern beziehungsweise an einen andren Computer als Satellit anzuschließen.

Als voll arbeitsfähige Konfiguration wird von Honeywell Bull ein Modell 61/60 mit 10 K-Hauptspeicher, 10 K-Mikrogramm-Speicher, 8 K-Kommunikations-Prozessor, einem Magnetplattensystem mit 4,6 Mio. Bytes (eine Fest- und eine Wechselplatte mit je 2,3 Millionen Bytes), 2 Bildschirmgeräten DTS 7200 und einem Drucker mit einer Leistung von 6000 Zeilen/Stunde angegeben.

Diese Konfiguration kostet monatlich zirka 6800 Mark Miete, der Kaufpreis beträgt zirka 265 000 Mark. Das System ist nach Angaben von Honeywell Bull ausbaufähig bis zu einer Plattenkapazität von 92 Millionen Bytes, einer Druckerleistung von 48 000 Zeilen/Stunde. Es können bis zu 16 Terminals bedient werden. Zusätzlich kann Karten-, Streifen-, Bandperipherie angeschlossen werden.

Informationen: Honeywell Bull GmbH, 5000 Köln 1 Hohenstaufenring 62