Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

18.11.1983 - 

Deutsches Institut für Normung e. V.:

Neue Normen für die Informationsverarbeitung

In den Monaten September/Oktober 1983 wurden vom Normenausschuß Informationsverarbeitungssysteme (NI) im DIN Deutsches Institut für Normung e. V. die folgenden Normen und Norm-Entwürfe veröffentlicht, die bei der Beuth-Verlag GmbH in 1000 Berlin 30, Burggrafenstraße 4 - 10, erhältlich sind.

Auf dem Gebiet der graphischen Datenverarbeitung erschien der Entwurf DIN 66 252 (10. 83) Informationsverarbeitung; Graphisches Kernsystem (GKS); Funktionale Beschreibung mit einer Einspruchsfrist bis 31. Januar 1984.

Dieser Norm-Entwurf spezifiziert eine Menge von Funktionen für die Programmierung in der graphischen Datenverarbeitung. Sie bildet ein graphisches Grundsystem für Anwendungen, die in der Rechenanlage erzeugte, zweidimensionale Bilder auf Ausgabegeräten für Liniengraphik oder Rastergraphik erstellen. Sie unterstützt Bedienereingabe und Interaktion durch Grundfunktionen für die graphische Eingabe und Bildsegmentierung. Sie erlaubt die Speicherung und dynamische Veränderung von Bildern. Ein grunlegendes Prinzip im GKS ist die Zusammenfassung von graphischen Geräten zu einem graphischen Arbeitsplatz, der aus einer Anzahl von Eingabegeräten und einem einzigen Ausgabegerät besteht. Mehrere graphische Arbeitsplätze können gleichzeitig bedient werden. Das Anwendungsprogramm kann sein Verhalten an den graphischen Arbeitsplatz anpassen, um dessen Fähigkeiten besonders gut zu nutzen. Der Norm-Entwurf enthält auch Funktionen zur Speicherung von Bildern in einer externen Bilddatei und zu ihrer Verarbeitung. Schließlich sind die Funktionen in aufwärtskompatiblen Leistungsstufen organisiert.

GKS definiert den sprachunabhängigen Kern eines graphischen

Systems. Zur Integration in eine Programmiersprache muß GKS in eine sprachabhängige Schicht, die den besonderen Eigenarten dieser Sprache gehorcht, eingebettet werden.

Die Festlegung des graphischen Kernsystems in eine Norm soll

a) dem Anwendungsprogramm, das graphische Daten umfaßt, leichte Übertragbarkeit zwischen verschiedenen Installationen erlauben;

b) das Verstehen und die Benutzung graphischer Methoden durch den Anwendungsprogrammierer unterstützen;

c) den Herstellern graphischer Geräte mit einer Richtlinie für eine nützliche Kombination von graphischen Fähigkeiten in einem Gerät dienen.

Der Norm-Entwurf DIN 66 252 ist die deutschsprachige Fassung des internationalen Norm-Entwurfs ISO/ DIS 7942.

Auf dem Gebiet der Programmiersprachen erschien der

Entwurf DIN 66 256 (10. 83)

Informationsverarbeitung;

Programmiersprache Pascal mit einer Einspruchsfrist bis 31. März 1984.

Der Norm-Entwurf ist die deutschsprachige Übersetzung des internationalen Norm-Entwurfs ISO/DIS 7185. Er dient dazu, die Programmiersprache Pascal so festzulegen, daß ein weltweiter Austausch von Programmen, die in dieser Sprache abgefaßt sind, zwischen Datenverarbeitungsanlagen ermöglicht wird. Der Norm-Entwurf stellt damit die Grundlage für das Herstellen von Übersetzern und das Ausarbeiten von Anleitungen zur Programmierung in Pascal dar.

Pascal ist eine problemorientierte, höhere Programmiersprache und wurde schon in den Jahren 1968 - 74 von Prof. Niklaus Wirth entwickelt. Die Sprache ist gekennzeichnet durch Einfachheit, leichte Erlernbarkeit, Unterstützung der strukturierten Programmierung, das Vorhandensein problemorientierter Datentypen und durch die Möglichkeit, schnell zu fehlerfreien Programmen zu kommen.

Heute wird Pascal vermehrt auf Kleinrechnern eingesetzt und auch im Schulunterricht angewendet. Diese Tatsache veranlaßte die Beteiligten zu einer unkonventionellen Veröffentlichungsweise: Der Norm-Entwurf ist integraler Bestandteil eines Buches, in dem in einer Einführung die Sprache vorgestellt wird und in dem Anmerkungen und Ergänzungen zum Norm-Entwurf zum besseren Verständnis beitragen. Damit wird dem Leser die Möglichkeit gegeben, einerseits die Sprache Pascal kennenzulernen und andererseits die Präzision des Normtextes zu nutzen.

Auf dem Gebiet der numerisch-gesteuerten Arbeitsmaschinen erschien die

Norm DIN 66 264 Teil 1 (10. 83)

Programmierung numerisch-gesteuerter Arbeitsmaschinen; Prozessor-Eingabesprache; Grundlagen und mögliche Geometriedefinitions- und Ausführungsanweisungen.

Die Norm dient dazu, die Sprache für NC-Prozessor-Eingabetexte zur rechnergestützten Programmierung von numerisch-gesteuerten Arbeitsmaschinen festzulegen. Mit jedem NC-Prozessor ist ein Programm, das Kompilier-, Übersetzer- und verwandte Funktionen von Programmiersprachen für numerisch-gesteuerte Arbeitsmaschinen beschreibt.

Die Norm legt den formalen Aufbau für Anweisungen an einen gedachten NC-Prozessor fest (Syntax der Eingabesprache) und beschreibt - durch viele Beispiele veranschaulicht - die Wirkung der Anweisungen (Semantik der Eingabesprache). Sie dient damit dem NC-Programmierer ebenso wie dem Implementierer von Prozessoren und dem Verfasser von Benutzermanualen.

Auf dem Gebiet der Schnittstellen erschien die

Norm DIN 66 349 (10. 83)

Schnittstelle für die parallele Meßdatenübermittlung; BCD-Schnittstelle.

Die Datenübermittlung in paralleler Form wird häufig für Zwecke des Messens, Zählens, Prüfens, insbesondere im Bereich der Längenprüftechnik angewendet.

Die BCD-Schnittstelle ist eine an einfachen Meßgeräten mit relativ geringem Aufwand realisierbare Schnittstelle. Sie kann dort das Problem des direkten Datenanschlusses sehr gut erfüllen und wird vorzugsweise bei kurzen Entfernungen (typisch bis etwa 5 m) eingesetzt.

Durch diese Norm soll sichergestellt werden, daß auch Geräte verschiedener Hersteller, die eine parallele Datenübermittlung verwenden, austauschbar oder anschließbar sind.

Die Normen der maschinellen Zeichenerkennung wurden ergänzt um den

Entwurf DIN 66 008 Teil 6 (10. 83)

Schrift A für die maschinelle optische Zeichenerkennung;

Erweiterung des Zeichenvorrats;

Zeichen und Nennmaße (Einspruchsfrist 31. Januar 1984).

Der Entwurf erweitert den Zeichenvorrat der Schrift A (OCR-A)

um die Zeichen "Dollar" und "Größer als", um den Erfordernissen beim Einsatz der Schrift A in der Warenauszeichnung Rechnung zu tragen.

Ferner wurden veröffentlicht

DIN 9752(9. 83);

Büro- und Datentechnik;

Identifikationskarten;

Begriffe und Einteilung;

Entwurf DIN 32 759(10. 83)

Büro- und Datentechnik;

Kuvertiermaschinen;

Begriffe und Einteilung (Einsprüche bis 31. Januar 1984)

DIN 31 628 (10. 83)

Bibliographische Zeichenvorräte;

Zeichenvorratsstufen für die Dateneingabe.