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19.10.1979

Neue Normen für die Informationsverarbeitung

In den Monaten Juli und August 1979 wurden vom Normenausschuß Informationsverarbeitung (Nl) im DIN Deutsches Institut für Normung e. V. die folgenden Normen- und Norm-Entwürfe veröffentlicht, die beim Beuth Verlag GmbH in 1000 Berlin 30 und 5000 Köln 1 erhältlich sind.

Auf dem Gebiet der Maschinellen Zeichenerkennung erschien die Norm

DIN 66 236 Teil 1 "Schrift SC für maschinelle Zeichenerkennung; Zeichen und Modulbreite"

und die Vornorm

DIN 66 236 Teil 5 "Schrift SC für maschinelle Zeichenerkennung; Anforderung an Zeichenträger und gedrucktes Zeichen "

Diese Normen dienen dazu, den Austausch von Informationen in Gestalt von maschinell-optisch erkennbaren Schriftzeichen der Schrift SC (Strichcode) in solchen Fällen zu ermöglichen oder zu erleichtern, in denen Schriftzeichen, die sowohl visuell als auch maschinell lesbar sind, aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen nicht verwendet werden können.

Die Norm DIN 66 236 Teil 1 definiert den Zeichenvorrat und beschreibt die Gestalt der gedruckten Zeichen.

DIN 66 236 Teil 5 legt Anforderungen fest, die an die Druckqualität und den Zeichenträger gestellt werden.

Auf dem Gebiete der Magnetplatten erschienen die folgenden Norm-Entwürfe:

DIN 66 247 Teil 1 "Informationsverarbeitung; Einseitig verwendbare Flexible Magnetplatte 130, Mechanische Eigenschaften"

DIN 66 247 Teil 2 "Informationsverarbeitung; Einseitig verwendbare Flexible Magnetplatte 130, Elektromagnetische Eigenschaften bei 7958 Flußwechsel/rad, Wechseltaktschrift"

und

DIN 66 248 "Informationsverarbeitung; Einseitig verwendbare Flexible Magnetplatte 130, Beschriebene Magnetplatte mit 7958 Flußwechsel/rad, Wechseltaktschrift "

Alle drei Norm-Entwürfe haben eine Einspruchsfrist bis 30. November 1979.

DIN 66 247 Teil 1 dient dazu, die Bezeichnung. die Maße und die mechanischen Eigenschaften der einseitig verwendbaren Flexiblen Magnetplatte mit nomineller Kantenlänge von 133 mm festzulegen, die in der Informationsverarbeitung zum Aufzeichnen von digitalen Daten verwendet wird.

Durch diese Norm soll der Austausch von solchen Flexiblen Magnetplatten zwischen Geräten verschiedener Hersteller ermöglicht werden. Der Austausch von Flexiblen Magnetplatten. auf denen Informationen aufgezeichnet sind, erfordert darüber hinaus noch zusätzliche Angaben, die in weiteren Normen festgelegt werden.

DIN 66 247 Teil 2 dient dazu, die elektromagnetischen Eigenschaften der einseitig verwendbaren Flexiblen Magnetplatte mit nomineller Kantenlänge von 130 mm für Informationsverarbeitung nach DIN 66 247 Teil 1 festzulegen und ihre Prüfung zu ermöglichen.

Die elektromagnetischen Eigenschaften nach dieser Norm sind durch Kennwerte angegeben, die mit den genannten Prüfverfahren bestimmt werden.

DIN 66 248 dient dazu, einseitig verwendbare Flexible Magnetplatten mit nomineller Kantenlänge von 130 mm nach DIN 66 247 Teil 1 und Teil 2, auf denen digitale Daten aufgezeichnet sind, unter verschiedenen Datenverarbeitungsanlagen austauschbar zu machen. Die in dieser Norm beschriebenen Flexiblen Magnetplatten enthalten je Datenspur neun Sektoren mit je einem Datenfeld von 256 Bytes. Diese Norm enthält keine Angaben über Kennsätze und Dateiaufbau.

Die Norm-Entwürfe DIN 66 247 Teil 1 und Teil 2 sowie DIN 66 248 stimmen sachlich mit der noch nicht veröffentlichten Internationalen Norm-Vorlage DP 6596 "Data interchange on 130 mm (5.25 in) flexible disk cartridges using two-frequency recording at 7958 ftprad on one side". (Datenaustausch mit 130 mm [5.25 in] Flexibler Magnetplatte, unter Verwendung von Wechseltaktschrift mit 7958 ftprad auf einer Seite) des ISO/TC /97/SC 11 Stand Oktober 1978, überein.

Auf dem Gebiete der Schnittstellen erschien der Norm-Entwurf

DIN 66 258 Teil 1 "Informationsverarbeitung; Schnittstellen und Steuerungsverfahren für die Datenübermittlung im klinisch-chemischen Bereich" mit einer Einspruchsfrist bis 30. November 1979.

Dieser Norm-Entwurf gilt für die Schnittstellen der Endgeräte und für zeichenorientierte Steuerungsverfahren bei der Datenübermittlung im klinisch-chemischen Bereich. Dabei handelt es sich um Anwendungsergänzungen zu gebräuchlichen Schnittstellen und Übermittlungsvorschriften. Mit der vorliegenden Norm soll der Einsatz der Datenverarbeitung zur Automatisierung des klinisch-chemischen Bereichs erleichtert und vereinheitlicht werden.

Der vorliegende Entwurf basiert auf Überlegungen, die von der Arbeitsgruppe Labordatenverarbeitung in der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Dokumentation, Informatik und Statistik e. V. (GMDS) mit Industriefirmen zur einheitlichen Datenerfassung mit Analysengeräten im klinischen Bereich aufgestellt wurden.

Das erste Arbeitsergebnis kam unter dem Titel "Hardwareschnittstellen für den Online-Anschluß von Geräten im klinisch-chemischen Labor an Datenverarbeitungsanlagen" im Dezember 1975 zur Veröffentlichung. Inzwischen ist diese Veröffentlichung mit den bestehenden Normen über die DEE/DÜE Schnittstellen und die zeichenorientierten Übermittlungsvorschriften mit dem ISO 7-Bit-Code abgestimmt worden. Die Vorlage wird vom Normenausschuß Medizin und Normenausschuß Informationsverarbeitung gemeinschaftlich getragen.