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Oracle, IBM und Sun öffnen Produkte


15.09.2000 - 

Neue Open-Source-Pläne der Branchenriesen

MÜNCHEN (CW) - Immer mehr proprietäre Produkte oder Teile davon werden derzeit der Open-Source-Bewegung schmackhaft gemacht. So will Oracle den "Parallel Server" auf Linux portieren, IBM das "AFS Internet File Systems" öffnen und Sun gibt den Internationalisierungscode des Unix-Derivats "Solaris" frei.

In immer kürzeren Abständen geben die Marketing-Abteilungen der Softwareindustrie Meldungen über erfolgreiche oder geplante Portierungen auf Linux sowie Freigaben des Quellcodes von Anwendungsbausteinen heraus. Jüngstes Beispiel ist die Ankündigung von Oracle, die Cluster-Version der Datenbank "Oracle Parallel Server" (OPS) im kommenden Monat auf Linux zu portieren. Die seit Release 6.2 der hauseigenen Datenbank angebotene Software sorgt dafür, dass der Workload gleichmäßig zwischen den Knoten verteilt wird (Workload Balancing) und die Verarbeitung zwischen den Datenbank-Servern synchron abläuft.

Gegenwärtig kommt OPS insbesondere mit Windows-NT-Clustern zum Einsatz. Nun plant der Hersteller nach inoffiziellen Meldungen eine Integration des Linux-Dateisystems in OPS sowie weitere Performance-Verbesserungen etwa beim Einsatz mit dem TCP/IP-Protokoll. Als Linux-Distributor ist die Firma Suse im Gespräch. Marktbeobachter erwarten aber, dass auch andere Anbieter mit von der Partie sein werden. Offiziell will sich Oracle erst auf der Anwenderkonferenz "Oracle Open World" Anfang Oktober in San Franzisko zu OPS und Linux äußern.

Auch beim Konkurrenten IBM laufen die Open-Source-Aktivitäten auf Hochtouren. Dies wurde vor kurzem auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz deutlich (siehe CW 35/2000, Seite 15). Zusätzlich hat Big Blue angekündigt, das "AFS Enterprise File System" als "Public Source Licence" freizugeben. Der Quellcode ist laut Hersteller ab Oktober auf der Entwickler-Site Developerworks erhältlich. AFS sorgt für einen plattformübergreifenden und gesicherten Zugriff auf Programme und Daten in gemischten Netzwerken.

Als Dritter im Bunde gab ferner Sun Microsystems ein weiteres Bekenntnis zu Open Source ab. Nachdem das Unternehmen schon Software wie die Bürosuite "Staroffice" oder die Entwicklungsumgebung "Netbeans" freigegeben hat, will es nun den Quellcode für die Internationalisierung des Solaris-Betriebssystems dem Konsortium X.org überlassen. Im Rahmen der "X-License" könnten Entwickler von dort den Code beziehen, um einfacher als bisher mehrsprachige Anwendungen für Solaris und Linux zu programmieren. Bisher musste jede nationale Softwarevariante separat codiert werden.