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06.01.1995

Neue Partnerschaft oeffnet Zugang zum Upper CASE Protosoft setzt Softlabs Maestro einen objektorientierten Hut auf

MUENCHEN (CW) - Objektorientierung beginnt bei Analyse und Design. Getreu diesem Motto ist die Softlab GmbH, Muenchen, ein Entwicklungs- und Vertriebsabkommen mit der US-Softwareschmiede Protosoft eingegangen. Das in Houston, Texas, ansaessige Unternehmen hat mit "Paradigm Plus" ein Werkzeug fuer objektorientierte Analyse (OOA) und objektorientiertes Design (OOD) entwickelt, das jetzt mit Softlabs Entwicklungsumgebung "Maestro II" integriert werden soll.

Nachdem die vor fast drei Jahren angekuendigte Akquisition eines US-Softwarehauses bislang ausgeblieben ist, setzen die Muenchner augenscheinlich auf Partnerschaften mit unabhaengigen Tool- Herstellern. Protosoft ist bis dato der zweite Anbieter von objektorientierten Entwicklungswerkzeugen, mit dem Softlab ein Integrationsprojekt gestartet hat. Im Juli dieses Jahres unterzeichnete die BMW-Tochter bereits einen Vertrag mit dem Smalltalk-Spezialisten Digitalk. Dieses Abkommen zielt darauf ab, Softlabs "Maintenance Team Workstation" (MTW) und Digitalks "Parts Assembly and Re-Use Tool Set"

(Parts) miteinander in Einklang zu bringen (siehe CW Nr. 31 vom 5. August 1994, Seite 15: "Softlab und Micro Focus von Parts' Wrapper-Technik angetan").

Weltweite Rechte zur Distribution

Das Protosoft-Werkzeug soll nun Softlabs Manko im Bereich "Upper CASE" (Analyse und Design) beheben. Zudem oeffnet es dem Muenchner Software-Unternehmen die Tuer zu den Grundlagen objektorientierter Software-Entwicklung, indem es fuenf der wichtigsten objektorientierten Methoden unterstuetzt - Rumbaugh, Booch, Fusion, Coad/Yourdon und Shlaer/Mellor. Softlab hat sich allerdings vorrangig auf die beiden erstgenannten dieser Methoden kapriziert.

Seit kurzem kann Paradigm Plus nicht nur das wenig verbreitete Datenbanksystem "Raima", sondern auch das von IBM favorisierte "Objectstore" der Object Design Inc., Burlington, Massachusetts, nutzen. Die Online-Integration mit Softlabs Repository-Produkt "Object Management System" (OMS) ist eines der Ziele, die in dem gemeinsamen Entwicklungsvorhaben verwirklicht werden sollen.

Darueber hinaus tritt Softlab neuerdings auch als weltweiter Distributor fuer Paradigm Plus auf - auch unabhaengig von Maestro II. Wenig Begeisterung loeste diese Tatsache bei der Computec GmbH aus. Das in Karlsruhe beheimatete Vertriebsunternehmen vermarktet Paradigm Plus bereits seit laengerem in Deutschland, versaeumte es jedoch, sich von Protosoft Exklusivrechte einraeumen zu lassen. "Wir haben fuer Softlab die Vorarbeit geleistet", machte eine Unternehmenssprecherin ihrem Aerger Luft.