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21.11.1986 - 

Aktivitäten im Bereich des Electronic Publishing:

Neue Produkte für Bildverarbeitung von IBM

STUTTGART (pi) - Einen neuen Bildschirm, neue Softwarepakete sowie zwei neue Scanner kann die IBM den Anwendern für den Bereich der Bildverarbeitung innerhalb von Büroarbeitsplatzumgebungen anbieten. Mit diesem Schritt bemüht sich der deutsche Big-Blue-Ableger, stärker im Bereich des Electronic Publishing Fuß zu fassen.

Die IBM-Philosophie basiert dabei auf dem Prinzip der sogenannten nicht-kodierten Informationen, kurz NCD: Während bei der Informationsverarbeitung von Daten, Text und geometrischen Grafiken die systeminterne Darstellung in kodierter Form erfolgt, werden Bilder dieses Informations-Typus für die maschinelle Aufbereitung in Bildpunkte aufgelöst und eben als unkodierte Dokumente verarbeitet. Dabei ist die Anforderung an die Bildauflösung von der jeweiligen Anwendung abgängig.

So beginnt laut Anbieter die Auflösung bei rund 100 Bildpunkten pro Zoll für den OCR-Bereich, erstreckt sich über den Bereich des computerunterstützten Publizierens mit einer Auflösung von maximal 2000 Bildelementen pro Zoll bis hin zu Bildreproduktionen im oberen Bereich, die beispielsweise auf dem Sektor der medizinischen Anwendungen erforderlich sind.

Die zwei neuen Scanner des Typs 3117 und 3118 erreichen eine Auflösung von 240 Bildpunkten pro Zoll. Diese Systeme wurden nach IBM-Angaben für die dezentrale Erfassung von NCI-Dokumenten entwickelt. Mit dem Flachbettscanner 3117 können bis zu zwei Seiten, mit dem Durchlaufscanner 3118 maximal fünf Seiten pro Minute erfaßt werden. Beide Scanner lassen sich entweder lokal an den IBM PC, den 3270-PC oder an den neuen Bildschirm 3192 anschließen. Die Ausgabe der Dokumente kann dabei auf Druckersystemen 3800, 3820 oder 3812 erfolgen. Auch der Erosionsdrucker 4250 - geeignet zur Erstellung von Halbtonbildern - ist für die Ausgabe anschließbar.

Als Novum für die Ausgabe von NCI-Dokumenten dient dabei der Monitor mit der Serienbezeichnung 3193, der als neue Komponente des Systems 3270 offeriert wird. Die Palette der grafikfähigen Bildschirme reicht innerhalb dieser Systemreihe vom 12-Zoll-Modell mit einer Auflösung von 720 mal 350 Bildpunkten über das 19-Zoll-Modell 5080 mit einer Auflösung von 1024 mal 1024 Pixeln bis hin zum 3193 mit einem Auflösungsvermögen von 880 mal 1200 Bildpunkten, was für diesen Bereich als Mindeststandard angesehen werden kann. Für die Darstellung von NCI-Dokumenten stehen dem User beim 3193-Monitor exakt 1152 mal 880 Pixel zur Verfügung; dabei ist entweder eine ganzseitige Darstellung oder ein Splitscreen-Layout möglich.

Für die unterschiedlichen Bildmanipulationen stellt der Stuttgarter Anbieter ebenfalls Software zur Verfügung: Sowohl für die Arbeit auf dem 3193-Monitor als auch für die Imageverarbeitung auf dem IBM PC steht entsprechend ein Paket zur Verfügung. Dabei klassifizert Big Blue ein Programm namens Image Support Facility 2 (ISF 2) als Lizenzprogramm für den PC, der unter DOS betrieben wird. Per Programmierschnittstelle können Anwender dabei Bildverarbeitungs-Applikationen erstellen.

Bei der Image Document Utility (IDU) handelt es sich hingegen um ein Lizenzprogramm für die Steuerung und die Ausführung von Bildverarbeitungsaufgaben auf dem IBM PC; von diesem Paket aus wird auch die Komprimierung von NCI-Dokumenten nach dem eigens entwickelten sogenannten MMR-Algorithmus unterstützt. Die Manipulation von NCI-Dokumentation am 3193-Monitor erfolgt über das auf dem Host implementierte Anwendungsprogramm GDDM Version 2.

Die Erstauslieferung für alle neuen Bildverarbeitungsprodukte ist noch für Dezember dieses Jahres geplant. Dabei schlägt der Scanner 3117 mit 2680 Mark zu Buche; das Modell 3118 erfordert 5750 Mark. Der dazugehörige 3193-Bildschirm wird nach IBM-Angaben etwa 6100 Mark kosten. Die Preis für die Softwarepakete ISF 2 und IDU betragen 230 beziehungsweise 680 Mark.