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Neue Produkte noch in diesem Jahr


12.02.1999 - 

Neue Produkte noch in diesem Jahr Q.4 IBS: Der Sturz von Comet kann aufgehalten werden

MÜNCHEN (gfh) - Es ist nicht einfach, einen stürzenden Kometen aus seiner Bahn zu werfen. Genau das hat sich aber offenbar Karl- Heinz Voß vorgenommen, als er seinem ehemaligen Arbeitgeber Baan die Comet-GmbH Q.4 IBS abgekauft hat. Im März will das Unternehmen der seit Jahren schrumpfenden Anwenderschaft neue Perspektiven unterbreiten.

"Comet 4.0" soll eine Interimsversion der betriebswirtschaftlichen Software heißen, die im März auf der CeBIT vorgestellt und im Herbst 1999 ausgeliefert werden soll. Dieses Produkt wird den verbliebenen Kunden die lange vermißte grafische Oberfläche sowie eine Reihe von Internet-Features bieten. Ein zwar nicht funktional, aber technisch überarbeiteter Comet-Nachfolger ist ebenfalls in Vorbereitung.

Zwar ist bei den Kunden, die bei Comet bleiben wollen, das Interesse an einer Version mit grafischer Oberfläche groß, doch derzeit haben sie andere Sorgen als Comet 4.0. Sie müssen die Datumsumstellung auf das Jahr 2000 in den Griff bekommen und dafür erst einmal auf die Version 3.2 beziehungsweise auf die auch Euro- fähige 3.3-Variante umsteigen. Schon jetzt ist allerdings klar, daß aufgrund fehlender Ressourcen nur etwa die Hälfte der rund 12000 noch bestehenden Comet-Installationen bis zum Jahresende umgestellt werden können. Der Rest wird dann laut Hersteller die Arbeit verweigern.

Für diejenigen, die den Umstieg noch in Angriff nehmen können, ist der Umstiegsaufwand nicht zu unterschätzen. Fast alle haben ihre Software mit firmenspezifischen Funktionen erweitert, die nun mühsam an das neue Release anzupassen sind. Viele arbeiten zudem mit veralteter Hardware, so daß die Migration für die meist kleinen und mittelständischen Anwender zu einer teuren Sache werden wird.

Ob sie kurz darauf noch einmal Geld für ein Upgrade auf 4.0 oder gar auf dessen Nachfolger ausgeben wollen, ist daher ungewiß.

Bei Q.4 IBS geht man davon aus, daß die nach dem Jahresende verbleibenden etwa 5000 bis 6000 Comet-Anwender durchaus noch ein lukrativer Markt sind. Zusammen mit Siemens plant man daher zum Beispiel die Ablösung der über 1000 noch aus Nixdorf-Zeiten stammenden Comet-Versionen auf Quattro-Rechnern.

Gegen eine Trendumkehr spricht jedoch, daß die Hoffnungen der Comet-Anwender auf moderne Produktversionen immer wieder enttäuscht wurden. Auch die Vertragspartner von Q.4 IBS, die das Geschäft abwickeln sollen, halten sich daher derzeit noch zurück - zumal sie fast alle längst andere Produkte anbieten.

Comet-Hotline

Für Comet-User mit Siemens-Nixdorf-Hardware hat Q.4 IBS folgende telefonische Hotline-Nummer eingerichtet: 0180/5744275