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28.02.1992 - 

Integration der Produkte in Verfahrenslandschaften

Neue Produkte und Funktionen zur Automatisierung von RZs

*Rainer Walesch ist Leiter der Systemplanung BS2000 bei der Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG, München.

Die Systemplattform BS2000 V10.0 samt ihren Ergänzungen kann als ausgereifte Basis für den automatischen Betrieb eines Rechenzentrums gelten. Die künftige Entwicklung der Automatisierungsprodukte orientiert sich neben funktionellen Erweiterungen an weiteren Integrationsmöglichkeiten dieser Produkte, an einer potentiellen Ausweitung der modellierten Basis und an Ergänzungen der Benutzeroberflächen.

BS2000R, das "General Purpose"-Betriebssystem von Siemens-Nixdorf im Mainframe-Bereich, ermöglicht einen den Kundenerfordernissen entsprechenden effizienten gleichzeitigen Betrieb von Transaction-Processing (OLTP), Time-sharing und Batch. Die Hardwarebasis für BS2000 ist das System 7.500, das aus strategischen Gründen eine nahe Verwandtschaft zur /370-/390-Architektur aufweist. Seine Leistungsbreite reicht vom kleinen bürogeeigneten Abteilungsrechner bis hin zum Hochleistungsrechner, wie er heute am Weltmarkt verfügbar ist.

Redundanzfreie Haltung der Daten möglich

BS2000 bietet eine ganze Palette von Funktionen und Produkten, die den Weg in ein automatisiertes Rechenzentrum für den Betreiber ebnen. Die Evolution auf diesem Gebiet ging in der Vergangenheit von dem singulären Produkt zur Lösung einer einzelnen Aufgabe hin zur Integration der Produkte zu Verfahrenslandschaften. Heute stehen die Aspekte produkt- und systemübergreifende Datenbasis als Grundlage dieser Integration in Verbindung mit modernen Oberflächen ("Ease of Use") neben funktioneller Weiterentwicklung im Vordergrund.

Im folgenden werden zuerst die Konzeptmerkmale der RZ-Automation und die Automationsprodukte im BS2000 im Überblick dargestellt, anschließend die wesentlichen in diesem Jahr verfügbare neuen Produkte und Produktversionen näher erläutert.

Bei der Betrachtung der Automatisierungsfunktionen sind die drei Aspekte Datenbasis, Benutzeroberfläche und Funktionen von essentielles Bedeutung (siehe Abbildung 1).

Die Datenbasis ist ein wesentlicher Bestandteil des integrierten Konzeptes der Rechenzentrums-Automatisierung mit BS2000. Sie umfaßt neben den Datendefinitionen auch Standard-Zugriffsroutinen und wird durch ein systemweit abgestimmtes Modell beschrieben. Das Modell enthält die Beschreibung der Objekte, die Beziehungen der Objekte zueinander sowie jeweils deren Attribute. Damit ist eine weitgehend redundanzfreie Haltung der Daten möglich, und die Datenintegrität wird verbessert. Die Datenbasis ist die Grundlage für den gemeinsamen Zugriff auf die Daten, sowohl von SNI-Produkten als auch Produkten von SW-Herstellern oder Kunden. Dies ist eine wichtige Voraussetzung zur Integration der Automationsprodukte zu abgestimmten Verfahrenslandschaften.

Benutzeroberflächen, verantwortlich für Komfort und gute Bedienbarkeit der Systeme, bekommen einen immer höheren Stellenwert. Sie reduzieren die Einarbeitungszeit, geben einen Überblick über komplexe Zusammenhänge sowie Abläufe und ermöglichen auch weniger Geübten den Zugang zum System. Die Oberflächen der Automatisierungsprodukte sind nach SNI-einheitlichen Richtlinien gestaltet und bieten ein produktübergreifendes einheitliches "Look and Feel". Sie realisieren objektorientierte Arbeitsweisen und bilden logische Sichten auf unterschiedlicher Detaillierungsebene. Selektierte Objekte beziehungsweise Objektmengen werden kontextorientiert verarbeitet, das heißt, nur die zulässigen Funktionen werden angeboten, alle nicht relevanten ausgeblendet. Voraussetzung für die Realisierung dieser Oberflächen ist die Auslagerung der Präsentation auf ein Arbeitsplatz-System. Dies ermöglicht die wirtschaftliche Nutzung von Grafik, Zeigegeräten (Maus) und Fenstertechnik. Damit wird beim Arbeiten mit BS2000 der gleiche Komfort geboten, der heute Benutzern am PC zur Verfügung steht.

Aus Funktionssicht werden die für die wesentlichen Teilbereiche angebotenen Lösungen aufgezeigt.

System Operation:

Für die Unterstützung des operativen Bereichs steht ein Spektrum von Funktionen zur Verfügung, beginnend bei einfacher Meldungsfilterung und -beantwortung über Standardprozeduren bis hin zur Möglichkeit der individuell programmierbaren Reaktion auf bestimmte Systemzustände. Im Mehrrechnerbetrieb ist eine Konzentration auf einen "Single Point of Control" möglich. Automatismen zur Last- und Leistungsregelung (Jobklassenkonzept, Performance Control System) optimieren entsprechend Vorgaben entweder Antwortzeit oder Durchsatz, leistungsfähige Monitorfunktionen lassen mögliche Systemengpässe erkennen.

System Administration:

Für administrative Aufgaben wie zum Beispiel Verteilung von Software und Verwaltung von Benutzern in komplexen Umgebungen stehen Produkte zur Verfügung: Das Produkt "Asdis" ermöglicht die automatisierte und geregelte Softwareversorgung von BS2000-, Sinix-R* - und MS-DOS-Systemen in hierarchischen, zentralisiert gesteuerten Netzen. UMF (User Management Facility) unterstützt den Systemverwalter bei der komponenten- und systemübergreifenden Administration von BS2000-Benutzern und deren Berechtigungen.

Security Management:

Neben den im Grundausbau des BS2000 vorhandenen Basismechanismen für Zugangsschutz, Zugriffskontrolle, Rechteverwaltung und Benutzerverwaltung stehen im Produkt "Secos" (Security Control System) erweiterte Funktionen zur Zugangskontrolle und Zugriffskontrolle auf Objekte (zum Beispiel Dateien) zur Verfügung. Neue Mechanismen zur Rechteverwaltung und Protokollierung sicherheitsrelevanter Ereignisse runden den Funktionsumfang ab. Darüber hinaus kann der Zugang im Time-haring- und Transaktionsbetrieb zusätzlich mit Chip-Karte in Verbindung mit dem Produkt "Aseco" (Advanced Security Control) abgesichert werden.

Job Management:

Zentraler Bestandteil des Jobmanagement ist das Auftragsverwaltungs- und Abwicklungssystem "Avas", das die Planung, Vorbereitung und Durchführung der Produktion unterstützt. Damit ist eine vollautomatische Abwicklung planbarer Batch-Abläufe möglich. Ergänzt wird das Spektrum um neue Produkte wie "Avas-FE" (Front-end für Avas), das eine grafische Oberfläche für den Aufgabenbereich Produktionsvorbereitung anbietet, "Jobgen", einen Jobgenerator plus Syntaxeditor, "SDF-P" als Ergänzung der BS2000-Kommandosprache um Elemente zur Programmierung und "SDF-FE", einer grafischen Oberfläche für die BS2000-Kommandosprache.

Storage Management:

Das hierarchische Speicher Management System (HSMS) automatisiert und optimiert die Verwaltung des Speicherplatzes und der Dateien in einer systemintegrierten Hierarchie von Externspeichern. Eine vollautomatische, operateurlose Magnetband-Kassettenverwaltung wird mit dem Magnetband-Archivierungssystem ("Maren") in Koordination mit einem Robotersystem und der entsprechenden Software (ROBAR) realisiert. Dies ermöglicht ohne einen manuellen Eingriff die Sicherung und Verdrängung von Daten auf billigere Speichermedien und bei Bedarf spätere automatische Zurückholung.

Accounting und Controlling:

Das Rechenzentrums-Abrechnungsverfahren "Rav" erlaubt die verursachergerechte Verrechnung sämtlicher RZ-Leistungen, die maschinelle Weitergabe von Abrechnungsdaten für weitere Verfahren sowie die Erstellung von Controlling-Unterlagen zum Beispiel für Projektverfolgung.

Das Reportsystem "Resy" verwaltet die für statistische Auswertungen relevanten Daten eines RZ-Betriebes. Diese können über Standardauswertungen oder beliebige zum Beispiel auch auf PC verfügbare Programme weiterverarbeitet werden.

Mit Freigabe der Softwarekonfiguration BS2000 V10.0 im Mai 1991 wurde eine Systemplattform zur Verfügung gestellt, die den hohen Anforderungen der Betreiber an Sicherheit, Verfügbarkeit sowie wirtschaftlichen Einsatz gerecht wurde.

Wesentliche Aspekte sind: umfangreiche Funktionen für den sicheren Systembetrieb mit den neuen Produkten Secos (Security Control System) und Aseco (Advanced Security Control) als Grundlage für die inzwischen abgeschlossene Evaluierung des BS2000 entsprechend der Funktionsklasse F2 und Qualitätsstufe Q3 der IT-Sicherheitskriterien des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI),

- Konzepte zur Reduzierung der Ausfallzeiten von kritischen Anwendungen auf wenige Minuten im Falle von Hardware- und Softwarefehlern mit den Produkten XAF (Extended Availability Facility) und DRV (Dual Recording by Volume)

- automatisierte und optimierte Verwaltung des Speicherplatzes und der Dateien in einer systemintegrierten Hierarchie von Externspeichern.

Die Systemplattform BS2000 V10.0 wird in diesem Jahr um neue Produkte und Produktversionen ergänzt, die schwerpunktmäßig den Bereich der Rechenzentrums-Automatisierung abrunden.

In großen Rechenzentren arbeitet eine Vielzahl von Benutzern an mehreren Rechnern. Aus organisatorischen und datenschutztechnischen Gründen wird der Zugriff von Benutzern auf Datenträgergruppen individuell geregelt.

Bei der Verwaltung der BS2000-Benutzer sind in derartigen Konfigurationen viele Abhängigkeiten und Beziehungen zu berücksichtigen. Es unterstützt den Administrator wirkungsvoll bei der Durchführung dieser Aufgabe.

UMF realisiert auf einem Mehrplatzsystem die moderne grafische Oberfläche, mit der eine einfache Zuordnung von Benutzern zu verschiedenen Datenträgergruppen, Berechtigungen etc. möglich ist. UMF erweitert die Basismechanismen des Systems, indem übergreifende Beziehungen zwischen Benutzern und Objekten (über unterschiedliche Subsysteme und aus mehreren Rechnern) in einer zentralen Datenbasis im BS2000 verwaltet und bei Aktualisierung sowie Informationsdiensten gezielt ausgewertet werden.

Durch die Nutzung von UMF ergeben sich eine Reihe von Vorteilen:

- komfortable, einheitliche Oberfläche zur Administration verschiedener Komponenten,

- Vereinfachung komplexer Administrationsaufgaben und dadurch Reduzierung von Fehlern,

- Sicherstellung der Datenkonsistenz im gesamten Rechenzentrum ("Single Point of Control").

Neben dem kontinuierlichen Wachstum von zentralen Rechenzentren ist ein überproportionales Anwachsen der Zahl der dezentral betriebenen Systeme zu beobachten. Die manuelle Software-Auslieferung und -Aktualisierung über externe Datenträger ist wegen der Mengenprobleme kaum noch zu bewältigen. Asdis ermöglicht die automatisierte und geregelte Softwareversorgung in hierarchischen, zentralisiert gesteuerten Rechnernetzen (siehe Bild 2).

Die in der Zentrale inventarisierte Software wird aber Verteilaufträge an die Endsysteme geliefert. Wahlweise kann eine Kaskadierung über Depots zur Minimierung der Netzbelastung durchgeführt werden. Durch getrennte Zeitpunkte für Verteilung und Einsatz der Software lassen sich die Distribution zu tarifgünstigen Zeiten realisieren und die Installation koordiniert an allen Systemen zum selben Zeitpunkt veranlassen. Über die Rückführung von Quittungen für Transport und Installation ist aus den Inventaren jederzeit der aktuell verteilte und eingesetzte Softwarestand ersichtlich.

Asdis V2.0 verbreitert das Spektrum der unterstützten Systeme. Zusätzlich werden jetzt in der Zentrale und in den Depots auch Sinix-Systeme unterstützt sowie MS-DOS als Endsysteme. Das bedeutet nunmehr eine durchgängige Bedienung von BS2000 und Sinix in allen Ebenen (Zentrale, Depot und Endsystem).

Auftragsverwaltungs- und Abwicklungssystem

Trotz des Schwerpunktes der Online-Transaktionsverarbeitung nimmt die Abwicklung von (planbaren) Batch-Aufträgen heute und auch zukünftig einen breiten Raum ein. Dies bindet erhebliche Kapazitäten und ist bei manueller Durchführung fehleranfällig. Mit Avas kann das Rechenzentrum die Auftragsproduktion automatisieren und die notwendigen Planungs-, Vorbereitungs- und Kontrollaufgaben im Dialog abwickeln. Dezentralisierungsansätze wie die Verlagerung der Arbeitsvorbereitung in die Fachabteilungen werden dabei genauso unterstützt wie die zentrale Informationssammlung zu Aufträgen.

Die prinzipielle Darstellung der Avas-Funktionalität sowie das Zusammenspiel mit Maren ist aus Bild 3 ersichtlich. Die "statische" Festlegung der Produktion erfolgt über einen Kalender mit symbolischen Datumsangaben, Job-Netzbeschreibungen mit der Definition der Abhängigkeiten der Jobs innerhalb eines Netzes und der Job-Netze untereinander sowie über Masken für die Vorbereitungsarbeiten.

Sämtliche Abläufe werden protokolliert

Aus den Netzbeschreibungen wird in Verbindung mit dem Kalender ein Produktionsplan für eine bestimmte Periode erstellt. Eventuell notwendige Ablaufparameter können über Masken eingegeben werden. Nach Freigabe der geplanten Netze erfolgt die Abwicklung vollautomatisch zu den geplanten Zeiten unter Berücksichtigung aller Abhängigkeiten. Sämtliche Arbeiten und Abläufe in der Produktion werden protokolliert. Zur automatischen Behandlung von Datenträgerinformationen wie zum Beispiel den Zuweisungen von Datenträgernummern oder der Erzeugung von Bereitstellungslisten für Datenträger erfolgt eine Koppelung mit Maren.

Folgende Funktionen bilden den Schwerpunkt von Avas V1.2:

- Die Leistungen von Avas stehen auch im Mehrrechnerverbund zur Verfügung. Die Festlegung, Vorbereitung und Überwachung der Produktion kann dabei zentral von einem Punkt erfolgen. Die verteilte Abwicklung der einzelnen Netze beziehungsweise Jobs (implizit gesteuert über Katalognamen) ermöglicht eine Lastverteilung unter automatischer Beachtung logischer und zeitlicher Abhängigkeiten. Darüber hinaus kann bei einem Systemausfall die Produktion mit einfachen Mitteln auf einen Ersatzrechner verlagert werden.

- Eine weitgehende Automatisierung des Avas-Betriebes ist dadurch möglich, daß häufig wiederkehrende Aufgaben prozedural abgewickelt werden können. Für typische Fälle der Netzplanung, der Produktionsvorbereitung und der Bereinigung der Produktionsbibliotheken sind Batch-fähige Anweisungen realisiert.

- Für die vollautomatische Produktionsvorbereitung können Dateien mit Aktualparametern den Netzbeschreibungen zugeordnet werden. Über vorgelagerte Verfahren lassen sich diese mit Werten versorgen und dann automatisch durch Avas abarbeiten.

- Dokumentationselemente zu Netzen, Jobs und Conditions können in Avas bearbeitet und abgelegt werden. Der Zugriff auf diese Elemente ist unter anderem direkt über Funktionstasten zum Beispiel bei der Vorbereitung oder im Restartfall möglich.

Avas-Front-end User interface

Avas-FE ergänzt Avas durch eine moderne Oberfläche für den Bereich Festlegung der Produktion. Avas-FE läuft auf grafikfähigen Mehrplatzsystemen und arbeitet mit Avas über eine interne Koppelung zusammen. Für die Bearbeitung der Avas-Objekte bietet Avas-FE Editoren für Kalender, Perioden, Netze, Dokumente und Jobs an, die an diversen Punkten erweiterte Komfortfunktionen bereitstellen. Die grafische Präsentation, zum Beispiel die netzplanartige Darstellung von Avas-Netzen, erlaubt ein einfaches Überprüfen von logischen Zusammenhängen und ermöglicht eine einfache Orientierung auch in komplexeren Strukturen.

Jobgen, ein Jobgenerator und Syntaxeditor für BS2000-Kommandos, läuft auf grafikfähigen Mehrplatzsystemen. Er kann entweder als eigenständiges Produkt oder integriert in Avas-FE benutzt werden. Im letzteren Fall übernimmt Avas-FE die Verwaltung und den Transport der Jobs von und zum Avas-System im BS2000.

Jobgen ermöglicht die einfache, strukturierte Neuerstellung und Aktualisierung von BS2000-Kommandoprozeduren und Kommandobausteinen. Für die Strukturierung werden

Block- und Entscheidungskonstrukte zur Verfügung gestellt. Fest einprogrammierte Makros erleichtern die Anwendung häufig verwendeten Aufgaben wie zum Beispiel das Starten eines Programmes. Durch Nutzung der Funktionalität von SDF-FE, können auch einzelne BS2000-Kommandos in den Job eingefügt werden.

Mit Jobgen ist auch ein nicht mit der BS2000-Kommandosyntax vertrauter Bearbeiter in der Lage, syntaktisch richtige Jobs zu erstellen.

Kommandosprache zur Programmiersprache

Durch SDF-P wird die Kommandosprache des BS2000 zu einer Programmiersprache erweitert, in der strukturiertes Programmieren analog zu höheren Programmiersprachen möglich ist. Der Leistungsumfang von SDF-P beinhaltet Kommandos zur Kontrollfluß-Steuerung, Kommandos zum Manipulieren von Variablen und Standardfunktionen, mit denen sich Betriebssystem-Informationen beschaffen lassen. Um auch Ausgabeinformationen von Kommandos verarbeiten zu können, werden diese zunächst für die wichtigsten Kommandos in standardisiertem Format in Variablen zur Verfügung gestellt.

Mit SDF-P kann die Ablaufsicherheit und Wartbarkeit auch großer und komplexen Prozeduren beziehungsweise Jobs entscheidend verbessert werden. Dies ist ein wesentlicher Beitrag zur Automatisierbarkeit von Batch-Anwendungen.

Grafisches Front-end für Kommandooberfläche

SDF-FE, ein grafisches Front-end für die BS2000-Kommandooberfläche, läuft auf grafikfähigen Mehrplatzsystemen und ermöglicht das Arbeiten mit dem BS2000 ohne Kenntnisse der Syntax der BS2000-Kommandos. In einem Fenster wird eine Übersicht über Funktionsbereiche angeboten, in einem zweiten die zu dem ausgewählten Funktionsbereich gehörenden Kommandos. Über Operandenfenster können dann die einzelnen Parameter eingegeben werden, wobei eine Anzeige der zugelassenen Werte erfolgt. SDF-FE stellt für jeden Wert auf Anforderung entsprechende Hilfeinformation zur Verfügung.

Der Benutzer kann die Kommandoeingabe sowohl in dem oben skizzierten geführten Dialog abwickeln als auch im Expertenmodus, der eine direkte Eingabe erlaubt. Ebenso ist ein Umschalten zwischen den beiden Modi möglich.

Resy ist ein Werkzeug, das dem RZ-Manager und Systemadministrator die zur optimalen Führung des Rechenzentrumsbetriebs benötigten technischen Daten und Auswertungen liefert. Damit werden sowohl der Überblick der aktuellen Tagesproduktion als auch die sich abzeichnenden Tendenzen in der Nutzung des DV-Equipments sichtbar gemacht. Die prinzipielle Arbeitsweise von Resy ist im Bild 4 dargestellt.

Die für das RZ-Planungs- und -Berichtswesen benötigten Daten (BS2000-Abrechnungsdaten, BS2000-Meßdaten, BS2000-Betriebsdaten und Netzdaten) werden von Resy übernommen und in einer Datenbank mit Standardstrukturen gespeichert. Zur Aufnahme von Sonderdaten kann der Anwender die Resy-Datenbasis um eigene Strukturen erweitern. Wahlweise ist eine Verdichtung der Tagesdaten zu Monats- und Jahresdaten möglich.

Standardmäßig werden von Resy die gängigen Auswertungen zum Beispiel zu CPU-Nutzung, Ein- und Ausgaberaten sowie Programmstatistiken angeboten. Individuelle Auswertungen sind über die SQL-Schnittstelle möglich, so daß eine beliebige Verknüpfung der abgespeicherten Daten durchgeführt werden kann. Die Berichterstellung wird im BS2000 durch Produkte wie Bugrafr (Business Grafik), Adilso (Reportgenerator), Infplan (Spread Sheet), Drive (4GL-Sprache) und Query (Abfragesystem mit menügeführter Oberfläche) unterstützt. Weitere Möglichkeiten ergeben sich durch die dezentrale Bearbeitung der Daten auf einem PC. Mit der Micro-Mainframe-Connection (MMC) können Datenselektionen auf PC beziehungsweise Workstations geladen und mit Programmen, zum Beispiel mit einem Wingzr, Spreadsheet mit Präsentationsgrafik, weiterverarbeitet werden.