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27.04.1979 - 

Siemens System 300:

Neue Produkte und Systeme für die Prozeßautomatisierung

HANNOVER (pi) - Mit der steigenden Nachfrage nach unmittelbarer Datenerfassung und Datenverarbeitungsleistung im gesamten Produktionsbereich und für Aufgaben der Prozeßautomatisierung hat Siemens seine Palette an Produkten und Systemen für die Siemens Systeme 300 ausgeweitet. Als Hardware-Produkte stehen neue Minicomputer-Zentraleinheiten, leistungsfähigere Peripheriespeicher und eine komplette Terminalreihe für die dezentrale Datenerfassung zur Verfügung. Für die wirtschaftliche Anwendung der Hardware-Produkte hat Siemens als neue Software-Pakete ein flexibles Datenverwaltungssystem und ein dezentrales Kommunikationssystem entwickelt. Damit es ist möglich, branchenspezifische Anwendersysteme nach modernen Konzepten und ohne aufwendige Vorarbeiten zu erstellen.

Als Basis aller branchenspezifischen Systeme gelten die neu in den Markt eingeführten Minicomputer R10, R20 R30, die auf der Hannover-Messe in der Verpackungsvariante der Bildschirmarbeitsplätze Sicomp R in verschiedenen Anwendungen vorgestellt wurden.

Computer und Peripheriegeräte wie Sichtgeräte, Floppy-Disk, Drucker, Plattenspeicher und Datenübertragungssteuerungen sind in einem modularen Schreibtisch-Möbelprogramm untergebracht. Das Design und die zulässigen Umgebungsbedingungen sind auf den Einsatz in einer Büroumgebung ausgelegt.

Die Leistungsdaten der modularen Zentraleinheiten können beim Anwender hochgerüstet werden, zum Beispiel die arithmetischen Befehle von der einfachen auf doppelte Genauigkeit (bis 64 Bit), von der Verarbeitungsleistung der R20 mit 64 KWörter Adressierungsbereich auf die der R30 mit 1 MWörter Cache-Speicher und Fehlerkorrektur.

Peripheriespeicher

Drei neue Einheiten ergänzen das bisherige Spektrum. Die Magnetbandeinheit 3958 arbeitet mit einer Bandgeschwindigkeit von 50 ips und kann wahlweise mit einer Aufzeichnungsdichte von 800 bpi (NRZ) oder 1600 bpi (PE) betrieben werden. Damit wird ein preiswertes Gerät in der mittleren Leistungsklasse für einen breiten Einsatzbereich angeboten.

Die Plattenspeichereinheit 3948 umfaßt zwei Laufwerke mit Wechselplattenstapel von 66 und 250 MByte Nettokapazität. Dagegen umfaßt die Plattenspeichereinheit 3949 drei Laufwerke mit den Kombinationen von Festplatten und Wechselkassette von 13/13 39/13 und 66/13 MByte Nettokapazität. Mit Bit-dichten von 6038 bpi und Spurdichten von 384 tpi bieten die beiden Plattenspeichereinheiten die heute bei rotierenden Speichern möglichen Fortschritte der Technik.

Je vier Plattenspeicher- oder Magnetbandlaufwerke können an die neu entwickelten Steuerungen, teilweise auch im gemischten Betrieb, angeschlossen werden. Bisher in Software realisierte Funktionen wurden in die Hardware der Steuerungen übernommen, zum Beispiel automatische Fehlererkennung und -korrektur, Ersatzspurbehandlung bei Plattenspeichern und Zeichenumkodierung bei Magnetbandeinheiten.

Terminalreihe

Die Bildschirmarbeitsplätze Sicomp R stellen das obere Ende einer ganzen Palette von neuen Terminals dar, die unter der gemeinsamen Bezeichnung Datenerfassungsstationen 3800 ebenfalls vorgestellt wurden. Die Terminalreihe erstreckt sich von einfachen Terminals zur Maschinen- und Personaldatenerfassung über Terminals für allgemeine Betriebsdatenerfassung mit speziellen Tastaturen bis zur komfortablen Datenerfassung mit dezentraler Datenvorverarbeitung.

Kommunikationssystem

Um Daten direkt am Entstehungsort verarbeiten und Computerleistung ohne Einschränkung dezentral installieren zu können, bietet das Haus für die Minicomputer und Prozeßrechner der Systeme 300 das Kommunikationssystem Sinec 300. Es ermöglicht dem Anwender, einen Rechnerverbund aufzubauen. Beispiele aus dem Funktionsumfang sind der Nachrichten- und Datentransport und Zugriff auf Peripheriegeräte und Datenbestände zwischen beliebigen Netzknoten sowie das netzweite Urladen oder Bedienen von Programmen. Zum Standardumfang gehören auch Anwenderschnittstellen zu kommerziellen DVA oder Paketvermittlungsnetzen.

Auf der Messe wurde ein Rechnernetz mit einer schnellen Nah- und einer Fernkopplung zu einer kommerziellen DVA über Standleitung vorgeführt.