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09.10.1998 - 

Auch am fünften Entwurf scheiden sich die Geister

Neue Regelung für Domain-Namen ist weiterhin in der Schwebe

Im Juni 1998 beauftragte die US-Regierung die Non-profit-Organisation IANA sowie die Internet-Gemeinde, bis Anfang September 1998 eine neue, ebenfalls nicht gewinnorientierte Organisation ins Leben zu rufen, die für das Management des DNS verantwortlich zeichnet.Gemeinsam veröffentlichte die IANA mit ihren Verhandlungspartnern mittlerweile den fünften Entwurf für eine solche Gesellschaft http://www.iana.org/by laws5.html . Doch auch an ihm wird nun Kritik laut. Nach Auffassung der Electronic Frontier Foundation (EFF), die sich für Bürgerrechte und Privatsphäre im Internet einsetzt, hätten Einzelpersonen nur wenig Möglichkeiten, Beschwerde gegen Entscheidungen bezüglich der Domain-Vergabe einzulegen. Ferner habe das Gremium die Möglichkeit, eigenmächtig einen Domain-Namen abzulehnen, wenn es diesen unakzeptabel findet. Ein Anwalt der IANA verteidigte diesen Passus des Entwurfs damit, daß es Regeln geben müsse, um anstößige oder beleidigende Domain-Namen zu verhindern.

Etwas geknickt über die fünfte Vorlage äußerten sich auch Vertreter der europäischen Internet-Branche. Ihrer Meinung nach könnten die USA im Aufsichtsrat der neuen Organisation zahlenmäßig im Vorteil sein, denn eine Region kann bis zur Hälfte aller Direktoren stellen.Die IANA hat den fünften Entwurf nun der US-Regierung vorgelegt und wartet auf eine Stellungnahme.