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09.09.2005

Neue Speichertechniken nehmen mehr Rücksicht auf Applikationen

Information Integration stand auf der Frankfurter Storage Networking World hoch im Kurs.

Mit 1240 Teilnehmern verzeichnete die diesjährige Spezialmesse Storage Networking World (SNW) gut 20 Prozent mehr Besucher als im vergangenen Jahr. 50 Unternehmen - sieben mehr als 2004 - präsentierten ihr Angebot rund um die derzeit angesagten Themen wie Information-Lifecycle-Management, Tiered Storage, Sicherheit oder Speicher-Management. Für die inhaltliche Ausrichtung der Vorträge und Break-out-Sessions war wie immer die Storage Networking Industry Association (Snia) verantwortlich.

Mehr Infos für Files

IBM schickte die weltweite Speicherchefin Laura Sanders nach Frankfurt, die die Einbettung der Speicher in Big Blues "On Demand Business" erklärte. Ihrer Meinung nach sind die Speicher noch zuwenig mit den Applikationen verbunden. Über Techniken wie Virtualisierung und spezielle Backup-Mechanismen sollen die IT-Administratoren in die Lage versetzt werden, ihre Aufgaben, etwa Datensicherung oder das Einspielen neuer Programmversionen, ohne Unterbrechung der Applikationen zu erledigen. "Wenn beispielsweise Daten von einem Speicher auf einen anderen verlagert werden sollen, musste bisher die Anwendung angehalten werden. Das kann jetzt über die Virtualisierung vermieden werden", beschreibt Sanders.

Noch wichtiger ist für sie die Zuordnung der gespeicherten Informationen zu den Applikationen: "Über Information Integration können wir jetzt Metadaten sammeln und so nicht nur die physikalischen Eigenschaften, sondern auch die Applikations-Attribute eines Files kennzeichnen, beispielsweise ob es sich um Transaktionsdaten handelt."

Metadaten in der Anwendung

Wichtig ist das besonders für die Wiederherstellung der Files, da gezielt die wichtigsten Informationen zuerst behandelt werden können. Die Metadaten sollen bei Neuentwicklungen in die Anwendungen einprogrammiert werden. IBM will das mit den Werkzeugen von Rational erledigen. An bestehende Files sollen für die Metadaten Identifizierungsetiketten (Tags) angehängt werden. "Der Begriff Storage wird in Zukunft nicht mehr das nächste Speichersystem bezeichnen, sondern den Wert der gespeicherten Information", fasst Sanders IBMs Roadmap zusammen.

Hitachi bot den jungen Softwarechef Hicham Abdessamad auf, der ebenfalls die Brücke zwischen Storage und Applikation schlagen will. Er unterteilt die Bemühungen für "Application optimized Storage" in zwei Bereiche: Die Programme, die mit der Speicherhardware geliefert werden wie Replikations-Software oder Shadow Images sowie Programme für die Verwaltung der Speichernetze, etwa das Pfad-Management oder die automatische Erkennung eigener und fremder Hardware. In puncto Virtualisierung setzt Abdessamad auf die Controller-basierende, die innerhalb des Arrays stattfindet, weil diese Art bessere Performance und Skalierbarkeit bringe.

EMC bemühte sich in einem Round-table-Gespräch einmal mehr darum, das propagierte ILM als Geschäftsstrategie und nicht als Produktkategorie zu definieren. Bei der Produktentwicklung liegt der Schwerpunkt - neben der Integration der Virtualisierungslösungen von VMware in die Speicherumgebung - auf dem Netz-, Ressourcen- und Sicherheits-Management.

Für Symantec liegt das Hauptaugenmerk auf der Integration der Produkte der übernommenen Veritas in das eigene Portfolio. Bis "Information Security" mit "Information Availability" so zusammengewachsen ist, dass "Information Integrity" entstehen kann, dürfte noch einige Zeit vergehen. Symantec will in den kommenden zwölf Monaten die Programme aus beiden Häusern interoperabel machen und dann integrieren.

Für ein gewisses Aufsehen sorgte OEM-Lieferant Xyratex mit der Ankündigung, für 22 Millionen Dollar die kalifornische Nstor übernommen zu haben. Xyratex mit Sitz im englischen Havant wurde vor mehr als zehn Jahren aus IBM ausgegliedert und bedient den Markt mit Testsystemen für Festplattenhersteller sowie mit Speichersystemen.

Für diesen Bereich wurde Nstor zugekauft, das mit seinen Produkten das Portfolio am unteren Leistungsende ergänzen soll. Xyratex tritt nur als OEM-Lieferant auf und liefert nach eigenen Angaben rund zehn Prozent aller in Europa verkauften externen Speichersysteme. Kunden der Engländer sind insbesondere Network Appliance, Bull und Acer. Die neue Tochter bringt NEC als Abnehmer ein. (kk)