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30.11.2001 - 

Home Entertainment

Neue Spielekonsolen: Geduld ist angesagt

MÜNCHEN - Bei neuen Spielekonsolen sieht es hierzulande mager aus: Den Ton gibt seit über einem Jahr Sony mit der "Playstation 2" an. Microsofts Xbox und Nintendos neuer Gamecube kommen erst im Frühjahr. Von Heiderose Witte*

Mit über 200 verfügbaren Spieletiteln glänzt Sonys Playstation 2. Sie ist mit einem Preis von rund 600 Mark zwar nicht gerade billig, doch dafür lässt sie sich auch als ganz normaler DVD-Player einsetzen - und, wie von der ersten Playstation gewohnt, auch als CD-Player.

Kernstück der Playstation 2 ist der 128-Bit-Emotion-Engine-Prozessor mit 36 Megabyte RAM. Zusammen mit einem speziellen Sound- und einem Grafikprozessor sorgt der Risc-Chip für aufwändige 3D-Grafiken und 3D-Sound. Im Lieferpaket enthalten sind lediglich die Konsole und der Controller, eine 8-MB-Memorycard zum Speichern der Spielstände muss extra erworben werden.

Festplatte und Internet-Anschluss sucht man bislang vergeblich. Für Online-Spiele ist die Playstation allerdings vorbereitet: In einen Steckplatz passt eine Netzwerkkarte für den Breitbandanschluss.

Die größte Flexibilität im Videospielebereich bietet Microsofts Xbox, meinen Kenner des Konsolenmarkts. Die Highlights: eingebaute 10-Gigabyte-Festplatte, auf der die Spielstände gespeichert werden und die zudem als Cache fungiert, sowie Ethernet-Schnittstelle für Online-Spiele über eine schnelle Breitbandverbindung. Diese Features prädestinieren das Spielgerät für den Multi-Player-Einsatz. Das hat natürlich seinen Preis: Knapp 480 Euro soll die Konsole hierzulande kosten.

Im Innern der Xbox verrichtet ein Pentium-III-Prozessor mit einer Taktrate von 733 Megahertz seinen Dienst. Der Arbeitsspeicher ist 64 MB groß. Ein spezieller Nvidia-Chipsatz garantiert 3D-Darstellungen in Spitzenqualität.

Der Einsatz von Speicherkarten ist auch bei der Xbox möglich. Damit können dann die Spielstände transportiert werden, falls auf einer anderer Konsole weitergespielt werden soll.

Ein kleiner Wermutstropfen: Zwar kommen die Spieletitel von DVD, doch in der Standardausführung lassen sich keine Videos anschauen. Dafür verlangt Microsoft extra: Nur über eine spezielle, optional erhältliche Fernbedienung kann die Konsole auch als DVD-Player eingesetzt werden. Allerdings können Väter die Xbox ihren Kleinen höchstens als Gutschein unter den Baum legen. Sie ist in Deutschland erst im Frühjahr verfügbar - genauso wie der Gamecube von Nintendo. Angetrieben wird die Spielekonsole von einem modifizierten IBM-Power-PC-Chip mit einer Taktfrequenz von 485 Megahertz. Der Arbeitsspeicher ist 40 MB groß. Die Grafik wurde zusammen mit den Spezialisten von ATI entwickelt.

Keine DVDs abspielbarWas dem Würfel fehlt: Es gibt keine Festplatte, Online-Verbindungen sollen bei Bedarf geliefert werden. Musik-CDs oder DVDs können nicht eingelegt werden, da sich die Spiele auf Mini-DVDs befinden und eine DVD in Normalgröße nicht in den Schacht passt. Dafür ist die Konsole mit einem geplanten Preis zwischen 400 und 450 Mark auch preisgünstiger als die Produkte der Konkurrenz. Sie ist allerdings nicht abwärtskompatibel mit dem derzeit hierzulande aktuellen Nintendo 64.

Gemeinsam ist allen dreien: Bis auf wenige exklusive Titel werden die Spieleentwickler ihre Hits für alle drei Konsolen anbieten. Für welche man sich entscheidet, hängt wohl vom Alter ab. So ist Insidern zufolge der Gamecube die "richtige" Spielebox für Kinder, Jugendliche und Junggebliebene werden an der Xbox ihren Spaß haben, und der beste Kauf für die ganze Familie ist die Playstation 2.

*Heiderose Witte ist freie Journalistin in München.