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24.07.1998 - 

Die E-Commerce-Lücke zwischen Europa und den USA wächst

Neue Studie sieht schlechte Bedingungen für Web-Kommerz

Unangefochtener Spitzenreiter im E-Commerce sind die Vereinigten Staaten: Im Jahr 1997 erwirtschafteten sie rund 85 Prozent der im Internet erzielten Erlöse, obwohl nur 62 Prozent der Nutzer ihren Wohnsitz in den USA hatten. Die positive Handelsbilanz via Web trug laut US-Notenbankchef Alan Greenspan auch dazu bei, die Konjunktur in den Vereinigten Staaten anzukurbeln. Nicht nur, daß sich die amerikanischen Kunden dem neuen Vertriebskanal mit mehr Enthusiasmus nähern, die gesetzlichen Hemmnisse für Online-Geschäfte sind, verglichen mit Europa, auch geringer.

In einem Aktionsplan für den elektronischen Handel hat die Londoner Industrievereinigung Interactive Media in Retail Group (IMRG) die schlechten Rahmenbedingungen in Europa beklagt. Neben einem kleineren Kundenstamm, der über einen Zugang zum Internet verfügt, führt der Report höhere Kosten für Hard- und Software sowie Sicherheitsängste als Barrieren an. Die Unternehmen schließlich, die sich dem Wagnis E-Commerce stellten, würden durch Regierungen behindert, in denen Unwissenheit und Lethargie an der Tagesordnung seien.

Gelingt es den Europäern nicht, den elektronischen Marktplatz in Kürze mit Leben zu füllen, werden die US-Unternehmen ihren Vorsprung weiter ausbauen können, so die Studie. Konkurrenten aus anderen Ländern werden das Wachstumspotential des Binnenmarktes abschöpfen, während europäische Firmen leer ausgehen. Weitere Informationen zur IMRG sowie Lösungsansätze finden sich im Internet unter http://www.imrg.org.

IMRG-Forderungen

Um die E-Commerce-Schere zu schließen,

- müssen bürokratische Schranken abgebaut werden,

- sind eigene politische Initiativen von Europa nötig, anstatt US-Vorgaben zu übernehmen,

- muß die Aus- und Weiterbildung an die Anforderungen des Marktes angepaßt werden,

- stehen gravierende Umstrukturierungen in Unternehmen an bezüglich neuer Partnerschaften, einer verbesserten Kundenorientierung, des Managertyps (Generalisten), der Vertrauenswürdigkeit von Marken, spezieller Preismodelle für das Web und schließlich der Lieferketten (horizontal/vertikal).