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25.10.1991 - 

Input korrigiert Steigerungsraten nach unten

Neue Technologien bremsen das Wachstum der DV-Weiterbildung

LONDON/LANGGÖNS (hk) - Weniger verkaufte DV-Anlagen, die zunehmende Einführung von Weiterbildung am Arbeitsplatz und die Verbreiterung von technologiegestützter Schulung lassen das Wachstum im DV-Bildungsmarkt nach einer jüngsten Studie des Marktforschungsinstituts Input deutlich schrumpfen.

Frühere Erwartungen, die für den Zeitraum von 1990 bis 1995 ein Wachstum von 21 Prozent annahmen, wurden nach Input-Auffassung durch die sich rapide verändernden wirtschaftlichen Verhältnisse in Europa enttäuscht. In einer neuen Studie unter dem Titel "Möglichkeiten für Informationssysteme - Aus- und Weiterbildung in Westeuropa, 1991 bis 1996" geht das britische Marktforschungsinstitut von einem durchschnittlichen Wachstum von nunmehr 14 Prozent pro Jahr aus.

Der DV-Aus- und Weiterbildungsmarkt wird sich wandeln, prophezeit Input. Die Briten haben festgestellt, daß finanzielle Gründe die Aus- und Weiterbilder zum Umdenken zwingen werden. Nicht allein die reinen Kosten einer Ausbildungsmaßnahme schlagen so erheblich zu Buche, daß viele Unternehmen davon Abstand nehmen.

Es seien vor allem die Kosten durch die Unterbrechung der Produktivität, die durch die Abwesenheit der Mitarbeiter bei Weiterbildungsmaßnahmen außer Haus verursacht würden.

Zu den 3000 Mark für einen einwöchigen Trainingskurs addieren sich nach Input-Berechnungen an versteckten Kosten noch einmal mindestens 15 000 Mark. Das verlange nach einer Modifizierung der Trainingsmethoden. Einige Anbieter hätten darauf bereits reagiert. Einerseits würden interaktive Medien wie Video oder CD-ROM verwendet, um via Terminal die Anwender am Arbeitsplatz auszubilden. Eine andere Methode sind laut Input integrierte Trainingsmodule, die den Benutzern online Zugang zu Trainings- und Support-Dokumentationen eröffnen.

Als weitere Möglichkeit der Aus- und Weiterbildung sei die Satellitenkommunikation im Gespräch. Die Firma Europace biete gegenwärtig bereits 350 Stunden Trainingssendungen im Jahr an.

Dominiert werde der Markt bisher noch von den unabhängigen Software- und Dienstleistungsanbietern mit 58 Prozent Anteil am Gesamtmarkt, die Gerätehersteller müßten sich mit 42 Prozent Marktanteil zufriedengeben. Die führenden Hardware-Anbieter IBM, Digital, NCR, Bull und Unisys besitzen der Studie zufolge davon zusammen immerhin einen Anteil von 55 Prozent, wobei sich IBM mit 155 Millionen Dollar Umsatz das größte Stück vom Kuchen abgeschnitten hat.

Bei den unabhängigen Anbietern betrage der Marktanteil der fünf führenden unabhängigen Anbieter CGS, Applied Learning, Learning Tree, Sphinx-Level V und Integrata 15 Prozent.

Bei den Ländern hat gemäß Studie Deutschland mit einer Wachstumsrate von 16 Prozent und für 1996 prognostizierten Ausgaben von 1,2 Milliarden Dollar die Nase vorn.

Das Wachstum sei hier in der relativ stabilen Wirtschaft begründet. Mit Zuwächsen bis 1996 von 13 Prozent folge Frankreich auf dem zweiten Platz. Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien machten allein 75 Prozent des gesamten europäischen Marktes für Informations-System-Training aus.

Die Studie ist über Input Deutschland, Sudetenstraße 9, 6306 Langgöns-Niederkleen, Telefon 064 47/73 27 zu beziehen.