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01.11.1996 - 

Datenübertragungen mit 56 Kbits

Neue Technologien durchbrechen Speed-Limit der Modems

Anwender, die noch nicht über einen schnellen ISDN-Zugang zum Internet verfügen, können sich freuen: Die Zeiten, da sie sich mit 14,4, 28,8 beziehungsweise 33,6 Kbit/s durch das weltweite Datennetz quälen mußten, neigen sich dem Ende zu. US Robotics Corp. und Lucent Technologies Inc. haben bereits konkrete Lösungen entwickelt, mit denen Datenübertragungsraten von 56 Kbit/s möglich sein sollen. Motorola Inc. und Semiconductor Systems werden in naher Zukunft nachziehen.

Klar die Nase vorn hat US Robotics. Der Hersteller verfügt über eine breite Basis an installierten Modems und plant, seinen derzeitigen Kunden die neue x2-Kompressions-Technologie, mit der die erhöhten Transferraten möglich werden, als Upgrade für Sportster-Modems anzubieten. Ab Januar 1997 soll diese Aufrüstmöglichkeit zur Verfügung stehen und nach Angaben von US Robotics weniger als 100 Mark kosten. Komplett neue PC-Modems und Adapterkarten sollen im Februar ausgeliefert werden. Unternehmen, die mit x2 liebäugeln, sollten aber aufpassen: Ein Firmensprecher von US Robotics räumt nämlich ein, daß es bei der Kompression Probleme geben könne, wenn das Signal auf dem Verbindungsweg durch mehr als einen Digital-Analog-Wandler gelangt.

Neue Modem-Chips von Lucent

US Robotics verkündet weiter, daß mehr als ein Dutzend Internet-Service-Provider (ISPs) in den USA im November damit beginnen wollen, die neue Technologie in einem Feldversuch zu testen. Als Probanden nennt der Hersteller unter anderem America Online Inc., Prodigy Services Co., Compuserve Network Services, MCI Communications Corp. und die IBM Global Network Corp.

Auch Lucent Technologies ist für High-speed gerüstet. Mit neuen Digital-Signal-Processing-(DSP-) Chips, die auf der "V.flex"-Technologie des Herstellers aufbauen, will der Hersteller im Markt für Hochgeschwindigkeits-Modems mitmischen. Auf der Comdex nächsten Monat in Las Vegas plant Lucent die neue Technologie vorzuführen, im ersten Quartal 1997 soll mit der Auslieferung der Chips begonnen werden. Neue Produkte mit den Chips möchte der Hersteller zum Sommer 1997 anbieten.

Ob die neuen Technologien eine Alternative zu ISDN-Anschlüssen sein können, wird sich zeigen. Im Moment müssen alle Lösungen jeweils auf beiden Seiten einer Verbindung eingesetzt werden, damit die volle Leistung erzielt werden kann. In den USA, wo es noch immer sehr kompliziert ist, einen ISDN-Anschluß zu bekommen und einzurichten, könnten die neuen Technologien aber sicherlich auf größeres Interesse stoßen, da sie die Daten wie herkömmliche Modems über die Telefonleitungen senden.