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15.11.1996 - 

Kommentar

Neue und alte Telekom-Welt

Schlange stehen für Einheitswaren, monopolgetriebene Preise zahlen und Lieferzeiten von mehreren Wochen akzeptieren, das waren lange Zeit die Bedingungen, die einer der größten deutschen Dienstleister - die Telekom - ihren Kunden zumutete.

Das soll sich nun alles ändern. Die Politiker haben das TK-Gesetz als Rahmenwerk für einen offenen TK-Markt geschaffen. Es soll Haushalten und Unternehmen ein wesentlich breiteres Spektrum an neuen Services bieten und Investoren anziehen.

Doch zunächst weicht das Monopol nur einem Oligopol. Ob die drei oder vier Telekom-Herausforderer dem Markt ein Mehr an Dienstleistungen bescheren, ist noch lange nicht ausgemacht. Derzeit sind die Privaten mehr mit sich selbst beschäftigt. Von neuen Angeboten oder gar Visionen für künftige Leistungen aber keine Spur.

Das Gros der neuen Services erwarten sich die Gesetzgeber und Anwender von kleinen Dienstleistern. Ihre bis dato noch unbekannten Produkte müssen jedoch auf den Netzen der alternativen Carrier aufsetzen. Da diese aber noch keine klaren Aussagen über ihre eigenen Pläne machen, fehlt auch den Kleinen die Planungssicherheit. Das Zögern der privaten Herausforderer bremst damit die Entwicklung zukunftsträchtiger Produkte. Das erinnert stark an monopolistisches Gehabe.