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15.06.2001 - 

Tools für Softwarearchitekten

Neue Varianten von Visual Studio .NET

MÜNCHEN (IDG) - Microsoft hat zwei neue Varianten seiner kommenden Entwicklungsumgebung Visual Studio .NET vorgestellt. Die Tools sind das Kernstück der .NET-Web-Service-Strategie und befinden sich derzeit noch in der Testphase.

Seit der ersten Vorstellung von Visual Studio .NET auf der Entwicklerkonferenz Teched vor einem Jahr war bisher lediglich von einer Version der Entwicklungsumgebung die Rede. Die zwei nun hinzugekommenen Varianten heißen "Visual Studio .NET Enterprise Architect" und "Enterprise Developer". Damit fokussiert der Hersteller drei Schlüsselbereiche: Software- und Datenbankmodellierung, Entwicklungs-Frameworks und das Testen von Web-Services. Im Herbst soll die gesamte Suite offiziell auf den Markt kommen.

Enterprise Architekt bietet Softwarearchitekten, die für Entwicklergruppen arbeiten, die Möglichkeit, Regeln und Richtlinien zu erstellen. Diese können im Rahmen der Developer Edition implementiert werden und beschränken die Wahlmöglichkeiten für Entwickler. "Die Anleitung ist in das Projekt integriert, so dass Entwickler mit größerer Wahrscheinlichkeit die richtige Entscheidung treffen", beschreibt Microsofts Produkt-Manager Dan Hay das neue Produkt. Auch AMR-Analyst Peter Urban sieht hier einen Vorteil, weil Entwicker weniger Fehler machen können und somit bei großen Projekten Zeit sparen.

Die Richtlinien funktionieren derzeit nach einem "weichen" Durchsetzungsprinzip. Entwickler erhalten dabei eine Meldung, wenn sie eine Regel verletzen, können diese aber ignorieren. Da nach Angaben des Herstellers jedoch viele Kunden den Wunsch nach strikten Richtlinien geäußert haben, will man die nächste Version dahingehend modifizieren.

In der derzeitigen Testphase arbeiten bereits viele Entwickler mit dem neuen Werkzeug, so etwa Webputty aus Kalifornien. Der ISV-Partner von Microsoft hat soeben seinen neuen Webputty Server vorgestellt, der die schnelle Verteilung von Browser-basierten Unternehmenslösungen ermöglicht. Nach Angaben von CEO James Beldock hat Webputty durch .NET eine deutliche Verbesserung bei der Installation von Servern erfahren. "Wir haben drei- bis viermal weniger Arbeit und können eine größere Funktionalität bereitstellen", so Beldock. "Unser Beispiel zeigt, dass .NET tatsächlich existiert. Vor allem war es der Wunsch unserer Kunden, alle Bereiche der Webputty-Anwendungen als .NET-Services zu realisieren. Ohne Visual Studio .NET wäre das nicht möglich gewesen."

Die Redmonder bemühen sich auch, Tools und Sprachen anderer Hersteller in Visual Studio zu integrieren. Gemeinsam mit Rational Software beispielsweise will man deren "E-Biz-Accelerators" und "Unified Process" in Form von Vorlagen implementieren. Auch die Application-Performance-Management-Lösungen von Mercury Interactive werden in die .NET-Entwicklungsumgebung integriert.

Laut Microsoft soll die zweite Beta-Testversion ungefähr zur Teched 2001, die am 17. Juni beginnt, verfügbar sein.