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12.07.2002 - 

IT-Arbeitsmarkt/Kommentar

Neue Zeiten erfordern neues Verhalten

Hans Königes Redakteur CW

"Nach 150 Bewerbungen in ganz Deutschland bin ich noch immer arbeitslos", schreibt ein Informatikkaufmann an die CW. Einem IT-Umschüler geht es nicht besser: "Von 16 Teilnehmern unserer Qualifizierungsmaßnahme haben nur drei einen Arbeitsplatz gefunden." Auch der Stellenteil der Zeitungen ist dünn geworden. Das Kontrastprogramm kommt von den Verbänden, die nicht müde werden, von einem Mangel an IT-Spezialisten zu sprechen und Alarm schlagen, dass im Jahr 2005 europaweit 1,5 Millionen Computerfachleute fehlen werden. Bei näherer Betrachtung fragt man sich, woraus die Verbände solche überzogenen Schätzungen ableiten. Tatsache ist nämlich, dass es einigen Branchen, die in den letzten Jahren besonders viele IT-Leute einstellten, ganz schlecht geht, und es gibt auch keine Aussichten, dass sich beispielsweise die Telekommunikationsindustrie in den nächsten Monaten erholt. Der Neue Markt und nicht wenige an ihm gelistete IT-Firmen liegen am Boden, über die Internet-Startups mag schon keiner mehr reden. Tausende IT-Spezialisten suchen einen neuen Job. Auch in unserem Online-Karriere-Ratgeber stellen wir fest, dass sich die Situation dramatisch verändert hat. Viele Spezialisten hoffen auf einen entscheidenden Tipp, um unterzukommen.

Den gibt es leider nicht. Nur ein paar teils trivial klingende Ratschläge: sich ständig zu informieren und auf dem Laufenden zu bleiben, was sich in der IT-Industrie tut. Diese Maxime wurde in den Boomjahren sträflich ignoriert. Nur so erfährt man aber, wo die offenen Stellen sind und wo interessante Projekte laufen. Man sollte ruhig auch den Blick in andere Branchen werfen, um sich aus der reinen IT-Abhängigkeit zu befreien. Und schließlich, was einige noch immer nicht wahrhaben wollen, Bescheidenheit ist angesagt! Die IT-Industrie hat über ihre Verhältnisse gelebt und mit ihr viele Mitarbeiter. Damit ist Schluss - für viele Jahre.