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10.06.1994

Neuen Plug-and-play-Standard nicht beruecksichtigt Compaqs Prolinea-PCs brauchen fuer Windows 4.0 neuen BIOS-Chip

SAN MATEO (IDG) - Die Besitzer eines Prolinea-PC von Compaq muessen den ROM-Baustein mit BIOS-Funktionen (Basic Input-Output System) austauschen, wenn sie in den Genuss aller Moeglichkeiten kommen wollen, die Windows in der Version 4.0 (Codename Chicago) bietet.

Nach einem Bericht der amerikanischen Zeitung "Infoworld" lieferte Compaq seit November letzten Jahres Prolinea-PCs mit zusaetzlichen Funktionen aus, die Anwender von der Last befreien, Hardware- Erweiterungen selbst an den Rechner anpassen zu muessen (Plug-and- play-Standard).

Wenn Erweiterung und Rechner diesem Standard entsprechen, erkennt der PC automatisch, welche Adapter eingebaut sind, und laedt nach dem Anschalten die noetige Treibersoftware.

Compaqs Ingenieure hatten sich bei der Entwicklung an den Plug- and-play-Standard 1.0 gehalten. Inzwischen ist die Version 10a erhaeltlich, die Microsoft als Grundlage fuer das Betriebssystem Windows 4.0 heranziehen wird. Damit stuende Besitzern von Prolinea- PCs die Plug-and-play-Funktionen nur eingeschraenkt zur Verfuegung, wenn Windows 4.0 Ende dieses oder Anfang naechsten Jahres auf den Markt kommt.

Compaq hatte das BIOS nicht nur in den Prolinea-Systemen verwendet, doch wurde nur bei diesen Rechner die Information in einem nicht beschreibbaren ROM-Baustein gespeichert. Die Loesung wurde gewaehlt, um die Herstellungskosten niedrig zu halten, gab das amerikanische Hauptquartier von Compaq bekannt.

Der Marktforscher Ted Julian vom amerikanischen Unternehmen International Data Group (IDG) will Compaq trotz der Panne nicht verurteilen: "Bei einer Neuentwicklung gehen das Unternehmen und die Kaeufer ein Risiko ein. Auf lange Sicht werden die Anwender davon profitieren, dass sie einen Rechner gekauft haben, der leicht zu erweitern ist."

Die Compaq-Niederlassung in Deutschland nahm zu dem Bericht der CW-Schwesterpublikation "Infoworld" keine Stellung. Es war weder in Erfahrung zu bringen, ob in Prolinea-Modelle mit dem alten Plug-and-Play-BIOS ausgeliefert wurden, noch konnte man Auskunft dar- ueber erteilen, wie das BIOS der Rechner gegebenenfalls ausgetauscht werden koennte.