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19.12.1997 - 

Hersteller setzen endlich auf Interoperabilität

Neuer 56K-Modem-Standard kommt im September 1998

Im Kampf um einen Standard für die 56-Kbit/s-Modems hat nun doch noch die Vernunft gesiegt. Die rivalisierenden Herstellerlager um 3Com und U.S. Robotics sowie Rockwell und Lucent einigten sich auf einen Kompromiß, der die Interoperabilität gewährleisten soll.

Die beiden Giganten - 3Com hat einen US-Marktanteil von 52 Prozent bei Modems, und Rockwell gilt als einer der größten Modem-Chipproduzenten - hatten bis zuletzt verbissen darum gekämpft, ihre jeweils eigene Technologie als Standard durchzudrücken. Bei den Datenschauflern, die im Downstream 56 Kbit/s beherrschen und in der Gegenrichtung mit 33,6 Kbit/s senden, setzte Rockwell auf die eigene K56flex-Technologie, während 3Com das X2-Verfahren promotete.

Weil beide Methoden zueinander inkompatibel sind, war auf Anwenderseite Abwarten das Gebot der Stunde. "Unternehmenskunden, die normalerweise regelmäßig ihre Modems upgraden, haben dies nicht getan, da sie auf einen Standard warten", bestätigt Geoff Ballew, Analyst bei Dataquest, die zögernde Haltung der Anwender. Die Norm soll im September unter der Bezeichnung V.pcm (Pulse Code Modulation) endgültig ratifiziert werden. Dabei handelt es sich um eine Mischlösung aus der X2- und K56flex- Technologie, die die Interoperabilität der verschiedenen Verfahren gewährleistet.

Allerdings garantiert der Standard den Anwendern nicht automatisch die volle Geschwindigkeit von 56 Kbit/s. Gemäß den Bestimmungen der amerikanischen Federal Communications Commission (FCC) unterstützt die neue Gerätegeneration in Wirklichkeit nämlich nur 53 Kbit/s. Erschwerend kommt hinzu, daß diese Transferrate nur dann erzielt wird, wenn die Qualität der Telefonverbindung sehr gut ist. "Das beste Ergebnis, das wir je erreichten, waren 33,6 Kbit/s" , schildert Wally Dean, CEO von Citynet, seine Erfahrungen mit den Modems. Citynet baut im kalifornischen Cupertino mit 3Com-Equipment ein interaktives Netz für die Sadt auf. Robert Hom, LAN-Analyst bei Estee Lauder in New York, berichtet von ähnlichen Erfahrungen wie Dean.