Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

25.10.2002 - 

Laurent löst Heddendorp ab

Neuer AOL-Chef verordnet rigiden Sparkurs

MÜNCHEN (CW) - AOL Europe hat Stanislas Laurent zum President und Managing Director AOL Deutschland ernannt. Der 34-jährige Franzose löst Uwe Heddendorp an der Spitze des Online-Providers ab, der das Unternehmen "auf eigenen Wunsch" nach fast acht Jahren verlässt.

Einen rigiden Sparkurs will der neue AOL-Chef in Deutschland einschlagen, so Laurents erste Botschaft nach seiner Berufung. Der neue Manager kommt aus der Europa-Zentrale in London und war dort zuletzt als Senior Vice President Business Affairs & Development tätig. In seiner neuen Funktion berichtet er an President und COO (Chief Operating Officer) Philip Rowley.

Der Franzose soll den Online-Dienst bis Ende 2003 in die Gewinnzone hieven. In Deutschland liegt AOL mit 2,6 Millionen Abonnenten immer noch deutlich hinter seinem Hauptkonkurrenten T-Online (8,8 Millionen Kunden) und musste im vergangenen Jahr einen Verlust von 300 Millionen Euro verbuchen. AOL Europe weist insgesamt ein Defizit von 600 Millionen Euro aus. Verantwortlich dafür sind unter anderem die hohen Werbekosten und die Subventionierung der umstrittenen Flatrate.

Laurents Vorgänger Heddendorp führte seit 1999 die Geschäfte und soll laut Spekulationen bereits eine Spitzenposition in einer anderen Firma in Aussicht haben. Laurent, der von 1995 bis 1998 AOL Frankreich aufbaute und auch drei Jahre beim Online-Auktionshaus GXL Ricardo in Hamburg im Internet-Geschäft Erfahrungen sammelte, will zunächst alle Aktivitäten auf ihre Profitabilität hin prüfen. Zu AOL gehören unter anderem die Nebenmarken Compuserve.de und Netscape.de. Auch Entlassungen wollte der neue Mann an der Spitze nicht ausschließen. Als Hoffnungsträger machte der neue Deutschland-Chef von AOL das Geschäft mit Breitbandinhalten aus: Hier wolle man investieren, zumal man glaubt, über die schnellen DSL-Verbindungen mehr Kunden gewinnen zu können. (am)