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04.11.1988 - 

Köln Messe legt Schlußbericht der Orgatechnik vor:

Neuer Besucherrekord und zufriedene Aussteller

182 000 Besucher haben den Weg zur diesjährigen Orgatechnik gefunden. Damit konnte die Kölner Messegesellschaft gegenüber 1986 eine Steigerung von zehn Prozent verbuchen. Die Zahl der Auslandsbesucher stieg nach Angaben der Köln Messe gar um 25 Prozent auf

17000. Sie kamen aus 71 Ländern. Nachfolgend eine gekürzte Fassung des Schlußberichts.

Das Konzept der Orgatechnik als umfassende Leistungsschau für den integrierten Arbeitsplatz fand auf Anbieter- und Abnehmerseite breite Zustimmung. Die Orgatechnik, so der Tenor der Aussteller, gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung für die gesamte Unternehmenskommunikation. Die Ausrichtung der Messe auf Händler und berufliche Anwender wurde ebenso begrüßt wie die Schwerpunktbildung mit dem Bereich Einrichtung und Ausstattung einerseits, der Büro-, Informations- und Kommunikationstechnik andererseits.

Uneingeschränkt erfüllt und weitgehend sogar übertroffen wurden die Erwartungen der Anbieter von Datenverarbeitungstechnik und Software. Den Hardware-Sektor kennzeichnete eine Entwicklung zur Miniaturisierung und zur Vernetzung. Laptops waren das große Messethema in diesem Bereich, ihre Leistungsfähigkeit übertrifft das bisherige Niveau deutlich. Netzwerkkonzepte finden zunehmend auch in kleinen und mittleren Unternehmen Interesse, im klassischen PC-Bereich dominierten umfassende Anwenderpakete. Optische Speichermedien haben einen weiteren Schritt zur Digitalisierung getan, der Mikrofilm und die optische Speicherplatte werden damit auch netzwerkfähig.

Die Kommunikationstechnik stand im Zeichen des künftigen ISDN-Dienstes der Deutschen Bundespost. Die fahrenden Hersteller waren insgesamt sehr zufrieden mit Qualität und Quantität des Fachbesuchs. Die Entwicklung zum multifunktionalen Endgerät wurde fortgesetzt, für Aufsehen sorgte vor allem die Verbindung von modernster Telefax- und Computertechnik. Bei der traditionellen Sprachkommunikation geht der Trend zur Digitalisierung bei den Nebenstellenanlagen, die zunehmend Computerfunktionen übernehmen, zur Mobilität bei den Einzelgeräten, die gleichzeitig kleiner und handlicher werden.

Ein deutlich besseres Ergebnis als 1986 verzeichneten die Anbieter von Büroeinrichtung und -ausstattung. Vor allem modulare, flexible Systemlösungen waren gefragt. Als weiter wachsendes Marktsegment erwies sich die Ausstattung der Büros, die neben der Einrichtung auch die Gestaltung von Boden, Wand und Decke sowie zusätzliche Accessoirs umfaßt. Hier geht der Trend zum Corporate Identity einerseits und zur individuellen Ausgestaltung der Arbeitsplätze andererseits.

Zur Farbe und zu höherer Geschwindigkeit tendieren die Bürokopierer, wobei neben Hochleistungsgeräten auch kleinere Arbeitsplatzkopierer stark gefragt waren. Die Aussteller sind durchweg sehr zufrieden mit dem Messeverlauf. Gut war auch die Resonanz für hochwertige Schreibmaschinen, neue speicherfähige Modelle sind bereits mit Bildschirm ausgerüstet, aber einfacher zu bedienen als Textcomputer.

Bei den Spezialprodukten für Kreditinstitute und die Versicherungswirtschaft dominieren Dienstleistungskomfort und Sicherheit. Die integrierte Geldausgabe und Einzahlung sowie die Automatisierung der Kassentresore sind als Schritt zur Kundenfreundlichkeit zu werten. Die Anbieter konnten gute bis sehr gute geschäftliche Ergebnisse erzielen. Dies gilt auch für die Spezialprodukte für das technische Büro. Hier zeigte sich, daß sowohl Geräte für das manuelle Zeichnen als auch CAD-Systeme eine voneinander unabhängige Existenzberechtigung besitzen. Erste Ergebnisse einer von einem neutralen Marktforschungsinstitut durchgeführten Besucherumfrage ergaben eine Steigerung des Fachhandelsanteils an der Gesamtbesucherzahl von 27,8 Prozent (1986) auf 31,4 Prozent (1988). 61,7 Prozent aller Wiederverkäufer gehörten dem Facheinzelhandel an. Von den Anwendern (68,6 Prozent) kamen 34 Prozent aus der Industrie, 39,1 Prozent aus Dienstleistungs- und freien Berufen.

Der Anteil der Besucher aus Handwerksbetrieben stieg gegenüber 1986 auf 3,6 Prozent. 33,7 Prozent der Besucher interessierten sich für Büroeinrichtung und -ausstattung. 45,5 Prozent für Büro- und Kommunikationstechnik, 20,8 Prozent für beide Schwerpunktbereiche.

Trennung ist gelungen

Friedhelm Weidlich, Pressereferent der CGK Computer Gesellschaft Konstanz: "Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Orgatechnik. Der Besuch war gut, wenn auch die Internationalität fehlte. Die meisten Besucher kamen aus den Postleitzahlbereichen 4 und 5, Interessenten aus Banken auch zum Teil aus Baden-Württemberg. Aber Hannover war zum Beispiel gar nicht vertreten.

Das neue Konzept der Orgatechnik hat gegriffen, die Trennung von den Büromöbeln ist gelungen. Dennoch gilt es für die Veranstalter noch einiges zu tun in Sachen Infrastruktur. Es gibt in Köln keine Möglichkeit, die Hallen zu umgeben, die Verkehrsverhältnisse sind chaotisch, und ein paar Hotelzimmer mehr könnten auch nicht schaden."

Verlauf positiv

Günther Ohland: Geschäftsbereichsleiter Informationstechnologie der mbp Software & Systems GmbH, Dortmund: "Wir haben ein fachkundigeres und besser informiertes Publikum beobachtet. Dies zeigte sich auch in einem verstärkten Run auf CASE-Produkte und in gezielten Fragen nach der Portabilität und den Betriebssystem-Standards. CASE unterstützt die Software-Entwicklung.

Zweites, Interessantes Ergebnis: Die Schnupperaktion der Post für Teletex zeigt Wirkung. Wir verzeichneten eine wachsende Nachfrage nach dem Universellen Teletex-Controller UTC, der die integrierte Textkommunikation unterstützt.

Schon jetzt zeichnet sich ab, daß die Orgatechnik für den Geschäftsbereich Informationstechnologie bei mbp auch in Zukunft große Bedeutung haben wird."