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05.04.2005

Neuer Chef feuert Transmeta-Angestellte

Mit dem alten CEO müssen 67 Mitarbeiter gehen.

Der ins Trudeln geratene Chipdesigner Transmeta hat mit Arthur Swift einen neuen President und Chief Executive Officer (CEO) erhalten. Der ehemalige Vice President of Marketing löst Matthew Perry ab, über dessen weitere berufliche Ziele nichts bekannt ist. Der neue CEO setzte sofort 67 Mitarbeiter vor die Türe, rund ein Viertel der Belegschaft.

Hintergrund der Massenentlassungen sind besorgniserregende Zahlen: Das im kalifornischen Santa Clara ansässige Unternehmen verzeichnete im Kalender- und Geschäftsjahr 2004 zwar eine 70-prozentige Umsatzsteigerung auf 28,4 Millionen Dollar, gleichzeitig aber einen operativen Verlust von 106,8 Millionen Dollar. Die Kapitalreserve betrug nur noch 53,7 Millionen Dollar. Anfang dieses Jahres hatte Ex-Chef Perry schon Entlassungen angekündigt.

Crusoe-Chip eingestellt

In den vergangenen fünf Jahren wurden rund 650 Millionen Dollar bei dem Versuch verbrannt, die stromsparenden Prozessoren "Crusoe" und "Efficeon" im Markt zu etablieren. Die Produktion des Crusoe-Chips wurde mittlerweile eingestellt, ebenso die 130-Nanometer-Version des Efficeon. Für die von Fujitsu im 90-Nanometer-Verfahren gefertigte Efficeon-Variante will Transmeta laut Swift zwar die offenen Aufträge erfüllen, möglicherweise müssen die Käufer aber mit erheblich höheren Preisen rechnen.

Lizenzen und Services

Die Zukunft der Company sieht der neue Chef im Service- und Consulting-Bereich sowie dem Handel mit Lizenzen. So sollen 130 Transmeta-Ingenieure bei Sony die Stromspartechnik "Longrun 2" weiterentwickeln und an zukünftige Sony-Produkte anpassen. Einige Entwickler werden zudem am "Cell"-Prozessor arbeiten, den Sony in Kooperation mit IBM und Toshiba entworfen hat und der in künftigen Playstation-3-Spielekonsolen eingesetzt wird. Sony zahlt für diese Dienste angeblich marktübliche Servicegebühren. Zudem will Firmenchef Swift mit Lizenzen Geld in die leeren Transmeta-Kassen spülen. (kk)