Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Das Programmieren wird einfacher

Neuer Corba-Standard soll Microsoft-Entwickler locken

18.07.1997

Konkret plant die Object Management Group (OMG), Corba 3.0 mit sogenannten Corba-Beans auszustatten, hinter der die vielfältigen Schnittstellen-Definitionen der immer wieder kritisierten Interface Definition Language (IDL) versteckt werden. Auf diese Weise würden Entwickler in die Lage gesetzt, mit ihrer gewohnten Entwicklungsumgebung, also zum Beispiel Cobol, Java, C++ oder 4GL-Sprachen wie Powerbuilder, Corba-konforme Komponenten zu erstellen.

Die Probleme der Entwickler mit der Corba-IDL haben noch vor kurzem die Marktbeobachter der Giga Information Group, Cambridge, Massachusetts, dazu verleitet, dem Programmierkonzept ein unrühmliches Ende zu prognostizieren. Die aktuellen Entwicklungen haben die Chancen der Konsortialtechnik jedoch deutlich verbessert.

So wird die Einführung der Corba-Beans von Analysten und Anwendern als geglückter Schachzug gegen die Attraktivität von Microsofts konkurrierendem Distributed Common Object Model (DCOM) gesehen. DCOM hat den Vorteil, daß man Komponenten nicht mit einer komplizierten IDL erstellen muß, sondern mit der weitverbreiteten Microsoft-Programmiersprache Visual Basic arbeiten kann. Dafür ist das Konzept jedoch - trotz Portierungsbemühungen - fast ausschließlich auf Microsoft-Plattformen begrenzt.

Corba, obschon von Grund auf für verteilte DV-Umgebungen konzipiert, soll nun in der Version 3.0 zudem mit dem lange eingeforderten Objektmodell für verteilte DV-Umgebungen versehen werden. Wie Suns Javabeans soll die Corba-Variante zudem aus einem Set von kleinen, grafischen und wiederverwendbaren Komponenten bestehen.

Hilfreich ist auch, daß sich OMG-Mitglied Sun entschlossen hat, seinen Zugriffsmechanismus für Java-Anwendungen Remote Method Invocation (RMI) in den Corba-Zusatz Internet Inter-ORB Protocol (IIOP) zu integrieren. Dadurch wird das Engagement der Java- und Internet-Gemeinde noch mehr als bisher schon auf die offenen OMG-Techniken gelenkt.

"Ich weiß gar nicht, warum Microsoft gegen Corba vorgeht, außer dem Unternehmen steht alle Welt hinter Corba und IIOP", gibt sich OMG-Chef Chris Stone selbstbewußt. Die Mitglieder seiner Organisation stimmen im September dieses Jahres über die Corba-Beans ab, Corba 3.0 soll dann im Januar 1998 verabschiedet werden.

Corba-Initiativen

- Java-Corba-Verbindung für das Java Developer Kit 1.2 (August 1997)- Asynchrones Messaging-API (September 1997)- Internet-Verbindung von Corba-IDL zu TCP/IP, FTP, Telnet, SMTP etc. (Vorschläge kommen Anfang 1998)- Scriptsprache für Corba (Ende 1997)- Objektmodell für Corba (Ende 1997)- Einbindung der Unified Modelling Language UML (September 1997)