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09.10.1992 - 

Nachfolger von Ken Olsen ist im Amt

Neuer DEC Chef Palmer will den Personalabbau forcieren

MAYNARD (CW) - Der neue Präsident und CEO der Digital Equipment Corp., Robert B. Palmer, hat offiziell sein Amt angetreten. In einem ersten Gespräch mit US-Journalisten und Analysten erklärte er, vor allem den Abbau von Arbeitsplätzen forcieren und die Kosten reduzieren zu wollen.

Den Fehler, der Ken Olsen in den vergangenen fahren von Branchen-Insidern immer wieder vorgeworfen wurde, nämlich den angeschlagenen Computerriesen personell nur zögernd zu strafen scheint sein Nachfolger Robert Palmer nicht machen zu wollen. Wie das "Wall Street Journal" und die "Financial Times" Gerichten, wolle er die Belegschaftsreduzierung beschleunigen und dabei vor allem personelle Überkapazitäten in den Bereichen Forschung sowie Entwicklung abbauen. Weiches Ausmaß die Stellenverringerung erreichen werde, ließ er allerdings offen. Ende Juni 1992 beschäftigte Digital Equipment weltweit 113 500 Mitarbeiter. Für das laufende Geschäftsjahr war schon früher der Abbau von 15 000 Arbeitsplätzen angekündigt worden.

Auch bei den Ausgaben will Palmer den Rotstift ansetzen. "Unnötige Kosten zu reduzieren ist lebenswichtig", so Palmer. "Deshalb werden wir jede Ausgabe überprüfen, ob kein oder groß." Dem neuen DEC-Chef in Maynard schwebt eine Kostenreduktion von rund einer Milliarde Dollar im Jahr vor.

Ein grundlegender Richtungswandel des Computerriesen in Sachen Unternehmens- oder Produktpolitik scheint jedoch unter Planers Führung zunächst nicht in Sicht. Zumindest waren ihm, so schreibt das "Wall Street Journal", diesbezüglich keine Angaben zu entlocken, was manchen Investor enttäuscht habe. Die DEC-Aktie fiel am Tag von Planers erstem Auftritt in der Öffentlichkeit um zwei Dollar auf 37,50 Dollar.