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18.07.1997 - 

IT in der Medienwirtschaft/Kommentar

Neuer Draht zur Information

Nackte Information nehmen nur wenige Menschen bereitwillig auf. Sie soll gut aufbereitet sein. Daß darunter - zum Beispiel in den gedruckten Medien - heute mehr zu verstehen ist als attraktive Schreibe, haben nachdrücklich die "Focus"-Macher bewiesen. Nicht Witz und Wortgewalt, nicht Menge und Qualität der Informationen machen den Erfolg des Heftes aus, sondern daß man schnell durch ist.

Wenn das Zeitbudget der Leser sinkt, wird es wichtig, daß Grafiken Informationen rascher transportieren als Texte. Das haben schließlich auch die findigen Wortfabrikanten vom "Spiegel" akzeptiert. Darin drückt sich nicht unbedingt eine "Trivialisierung der Gesellschaft" aus, vor der manche Kulturpessimisten warnen. Zunächst einmal bedeutet es nur, daß die Menschen auch andere Formen der Aufbereitung von Information mögen.

Dies hat noch nicht grundsätzlich den Medienkonsum verändert. 80 Prozent der Deutschen über 14 Jahre lesen täglich eine der 1602 Tagezeitungen hierzulande. Das Fernsehen hat - ebensowenig wie einst das Radio - die Zeitungen als Nachrichtenträger an den Rand gedrückt. Nur der Werbemarkt verschiebt sich von den Druckmedien hin zum Fernsehen. Diese sind zwar ohne DV kaum mehr herzustellen; das Publikum selbst aber erlebt davon nichts.

Vorerst steht IT nur hinter dem Transportmittel der Information, sie ist nicht selber Medium. Mit dem Internet aber ändert sich eins: Der Online-Medienkonsument braucht die Informationstechnik. Er nutzt selber die DV, und zwar möglicherweise anders und für etwas anderes als klassische Medien. Nur eine neue Geschäftsmöglichkeit für deren Anbieter. Die Informationsanbieter experimentieren mit dem neuen "Kanal". Und sie würden das Internet mit Macht vorantreiben, wenn sie eins wüßten: wie man dort Anzeigen verkauft, sprich Geld macht.