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14.02.1986

Neuer Grafikrechner basiert auf Microvax - II und Unix:DEC - Workstation IIGPX rechnet im Netz

MÜNCHEN (CW) - Ihren ersten dedizierten Farbgrafikrechner unter dem Unix - Derivat Ultrix - 32w kündigte Digital Equipment an. Die Hardware basiert auf der jetzt acht Monate alten Microvax - II , das Betriebssystem ist kompatibel mit Berkeley 4.2 .

Die neue VAXstation II/GPX (Graphics Processing Extension) soll vor allem in Bereiche wie CAE (Computer Aided Engineering) und CASE (Computer Aided Software Engineering) verkauft werden , doch hat DEC auch Märkte wie CAP (Computer Aided Publishing) oder KI (Künstliche Intelligenz) im Visier .

Als Besonderheit des neuen Grafikrechners stellt DEC die benutzte Fenstertechnik heraus . X - Window ist DEC - Angaben zufolge die erweiterte Version eines Pakets , das von der Athena - Projektgruppe des MIT (Massachusetts Institute of Technology) und dem MIT - Labor für Computerwissenschaften entwickelt wurde . Das Fenstersystem (von DEC auch als "Fenster mit Fernsicht" bezeichnet) basiert auf Netzwerktechnik : Mit dem neuen Window-System lassen sich Anwendungsprogramme auf entfernten Ultrix - Knoten verarbeiten während die Grafiken auf dem eigenen lokalen Rechner sichtbar sind.

Nach eigenen Angaben unterstützt DEC auch das Network File System (NFS) von Sun Computers . NFS erlaubt dem Anwender , im Transparentmodus Dateien zu bearbeiten , die auf Computern unterschiedlicher Hersteller unter dem Betriebssystem Unix laufen und in einem heterogenen Netz zusammengeschlossen sind . Neben dieser NFS - Fähigkeit ist die neue VAXstation Bestandteil des DEC - Netzkonzepts und nutzt beispielsweise DECnet , TCP/IP sowie Ethernet . Via DECnet existieren Gateways zu SNA - oder X.25 - Netzen .

DECnet ist auch das Medium , mit dem Unix - Benutzer Fenster zu einem VMS - Host einrichten können. Zu den VMS - Ultrix - Verknüpfungswerkzeugen gehört auch ein optimierter Fortran - Compiler , der zwischen VMS und Ultrix kompatibel ist . Ab Mitte 1986 soll VMS auch für die neue VAXstation zur Verfügung stehen . Das jüngste DEC - Produkt kostet zwischen 120 000 und 200 000 Mark .