Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

09.11.2004

Neuer HP-Chef Holdenried setzt auf Kontinuität

09.11.2004
Jörg Menno Harms ging, sein Nachfolger kam - und will (fast) nichts ändern.

Beide HP-Manager nutzten den Beginn des neuen Konzerngeschäftsjahres vergangene Woche in Stuttgart zu einem gemeinsamen Auftritt vor der Presse, um die Ära Holdenried offiziell einzuläuten. Harms, der von 1993 bis 2000 sowie ab Ende 2002 noch einmal interimsweise für zwei Jahre Vorsitzender der Geschäftsführung der Hewlett-Packard GmbH war, sprach sinngemäß von einem bestellten Haus, das er seinem Nachfolger übergebe. Die Aufgaben seiner zweiten Amtsperiode seien erledigt. Der Merger mit Compaq sei abgeschlossen, ebenfalls die damit verbundene neue Ausrichtung von HP Deutschland sowie die Zusammensetzung des Management-Teams. Mit Uli Holdenried habe man einen "im Konzern außerordentlich gut vernetzen Manager" als neuen Geschäftsführer gewinnen können. Trotz aller Schwierigkeiten im Zuge der Compaq-Übernahme und der Branchenkrise habe HP in den beiden vergangenen Jahren in Deutschland mit der allgemeinen Marktentwicklung Schritt halten können. In einigen Segmenten sei es sogar gelungen, überdurchschnittlich zuzulegen, betonte Harms.

Konkrete Zahlen für das am 31. Oktober beendete Geschäftsjahr 2003/04 wurden mit Blick auf die Veröffentlichung der konzernweiten Ergebnisse am 17. November nicht genannt. Im Fiskaljahr 2002/03 hatte HP Deutschland einen Umsatz von rund 5,3 Milliarden Euro erzielt. Holdenried selbst, der in den letzten drei Jahren als Senior Vice President das weltweite Outsourcing-Geschäft von HP verantwortete, will in den Mittelpunkt seiner Arbeit die Themen Kundenzufriedenheit, weiteres Wachstum, Kostenkontrolle und Mitarbeitermotivation stellen.

Der neue HP-Chef bekräftigte in diesem Zusammenhang, dass er nicht von der Konzernmutter abkommandiert wurde, um am deutschen Standort große Veränderungen vorzunehmen. Er baue auf die vorhandenen Strukturen und die Fähigkeiten seiner Mitarbeiter, hieß es. Etwaigen Personalabbau, mit dem man auf unvorhergesehene Ereignisse im Markt reagieren müsse, schloss er indes grundsätzlich nicht aus (siehe nebenstehendes Interview "Uli ist der Beste"). Laut Holdenried hat HP in Deutschland vor allem im Dienstleistungs- und Lösungsgeschäft gute Wachstumschancen. Der Abschluss einer Reihe großer Outsourcing-Projekte, etwa bei der West LB und der Carl Zeiss AG, habe dies in den vergangenen Wochen gezeigt. Früher hätten die CIOs auf Leading-Edge-Produkte gesetzt, heute gehe es um "Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Kosten". (gh)