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18.10.1996 - 

3M gliedert Datenspeicher- und Bildverarbeitungsgeschäft aus

Neuer Name Imation soll für frischen IT-Wind sorgen

Die neue Imation Corp. ist - bezogen auf die Umsätze, die die entsprechenden 3M-Geschäftsfelder im Geschäftsjahr 1995 erzielt haben - eine weltweit tätige 2,3-Milliarden-Dollar Company mit etwa 11000 Mitarbeitern und auf die Segmente Datenspeicher-Produkte, Medizinische Bildaufzeichnung, Fotoprodukte, Druck- und grafische Systeme, Zeichnungsverwaltung sowie technischer Service fokusssiert. Für den IT-Markt relevant sind dabei vor allem die Produkte in den Bereichen Backup-Lösungen sowie elektronische Bildverarbeitung. Inbesondere im Zusammenhang mit der letztgenannten Produktkategorie hatte sich die bisherige Muttergesellschaft 3M auch in Europa (Stichwort: Vernetzte Krankenhäuser) einen Namen gemacht.

Marktführerschaft auch in Einzelmärkten angestrebtZiel der Ausgliederung war, wie Paul Koglin, Sales und Marketing Manager der ebenfalls neu gegründeten Imation Deutschland GmbH der COMPUTERWOCHE erläuterte, primär die "Wandlung von einer technologieorientierten zu einer marktorientierten Organisation". Mit dem vom 3M-Management bereits vor knapp einem Jahr eingeleiteten Umstrukturierungsprozeß sind daher auch entsprechend klare Zielvorgaben verbunden: Kundenorientierung, neue Vertriebskonzepte, kürzere Innovationszyklen, Marktführerschaft in den jeweiligen Einzelmärkten.

Gleichzeitig ging der gesamte Forschungs- und Entwicklungsapparat, der bei 3M für die in der Imation Corp. zusammengefaßten Geschäfte zuständig war, in das neue Unternehmen über - inklusiv einer laut Imation Vielzahl von Basistechnologien, Patenten und geschützten Verfahren. Am zuletzt knapp acht Prozent des Umsatzes betragenden F&E-Budget soll festgehalten werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, durch strategische Allianzen mit anderen Herstellern die Technologieführerschaft zu halten und gegebenenfalls auszubauen. Angedacht ist beispielsweise, so Koglin, in einer Kooperation mit Compaq und Matsushita die Entwicklung und Markteinführung der neuen 120-MB-Disketten-Technologie voranzutreiben.

Der Hauptsitz der Imation Corp. liegt in Oakdale im US-Bundesstaat Minnesota. CEO der Company, die bereits seit Mitte Juli unter dem Kürzel IMN an den Börsen in New York und Chicago gehandelt wird, ist William Monahan, zuvor Group Vice President des in Austin, Texas, angesiedelten 3M-Sektors für Informations- und Bildverarbeitung. Um den Markt an den Namen Imation zu gewöhnen, wird die "Marke" 3M im Zusammenhang mit Marketing-Maßnahmen noch fünf Jahre weiter verwendet, hieß es. Noch vor Jahresende sollen daher zahlreiche Imation-Produkte mit der Kombination beider Namen auf den Markt kommen. Europa, wo mehr als 3000 Imation-Mitarbeiter beschäftigt sind, ist laut Koglin mit einem Umsatzvolumen von zuletzt 800 Millionen Dollar für die US-Company der nach den USA wichtigste Markt Deutschland hält auf dem Alten Kontinent einen beachtlichen Anteil von knapp 25 Prozent.