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03.02.1984 - 

Mit zweitem Standbein im Telekommunikationsbereich:

Neuer PC soll Tandys Zukunft sichern

LEIMEN (hr) - Obschon bei Tandy Corp. das jüngst veröffentlichte Unternehmensergebnis für das zweite Quartal des Geschäftsjahres zum 30. Juni 1984 nur im unteren Bereich der allgemeinen Erwartungen blieb, dürfte das Unternehmen langfristig ein überdurchschnittliches Gewinnwachstum zwischen 21 und 23 Prozent erzielen.

Angesichts dieser Tatsache und eines attraktiven Kurs/Gewinn-Verhältnisses empfehlen die Brokerhäuser Dean Witter Reynolds und Merrill Lynch den Titel zum Kauf. Allerdings wäre aus technischer Sicht nach dem deutlichen Kursverfall im Verlauf des letzten Jahres noch eine weitere Stabilisierung wünschenswert, bevor die Möglichkeit einer anhaltenden Aufwärtsbewegung besteht, meint Merrill Lynch.

In den Vereinigten Staaten steht Tandy derzeit an der Spitze der Einzelhandelsunternehmen für Verbraucherelektronik. Mikrocomputer haben gegenwärtig einen Anteil von 35 Prozent am Gesamtumsatz des Unternehmens und dürften weiter an Gewicht gewinnen. Neben dem Engagement der Gesellschaft beim Satellitenfernsehen, das durch ein Abkommen mit United Satellite Communications über die Vermarktung des ersten Satellitenfernsehprogramms der USA verdeutlicht wird, dürfte die künftige Geschäftsentwicklung entscheidend vom Erfolg des kürzlich neu eingeführten Personal Computers "Tandy 2000" beeinflußt werden. Nach Firmenangaben soll dieser Rechner leistungsfähiger, schneller und billiger als der IBM-PC sein. Auf der Comdex fand der Tandy 2000 sowohl den Beifall der Anwender als auch der Softwarehäuser. Der neue Rechner arbeitet unter dem Betriebssystem MS-DOS, so daß, viele Programme, die auf dem IBM-PC laufen, auch auf dem neuen Tandy gefahren werden können. Nach Ansicht von Analytikern hat Tandy mit dem neuen Rechner dafür gesorgt, daß das Unternehmen an den Softwareentwicklungen, die für die nächste Zeit zu erwarten sind, teilhaben kann. Bei Dean Witter rechnet man damit, daß der Tandy 2000 mit dem Beginn des nächsten Geschäftsjahres einen beachtlichen Beitrag zum Unternehmensergebnis leisten wird.

Die zweite Hälfte des laufenden Geschäftsjahres werden nach Ansicht von Merrill Lynch einige gegenläufige Faktoren bestimmen. So werde es gegenüber dem ersten Halbjahr wohl zu keiner wesentlichen Erhöhung des Umsatzes kommen. Außerdem sei mit einer leichten Einschränkung des Expansionsprogramms zu rechnen. Positiv dürfte sich dagegen die forderte Werbung auswirken.

Insgesamt geht der Broker von einem Gewinn von 2,95 bis 3,00 Dollar je Aktie aus, verglichen mit 2,67 Dollar im vorangegangenen Jahr. Die Gewinnwachstumsrate wurde damit bei 15 Prozent liegen. Dean Witter Reynolds gibt sich mit einer Gewinnschätzung von 3,45 Dollar dagegen etwas optimistischer.