Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

26.02.1999 - 

Streit um die richtige Plattform

Neuer RAS-Server von NEC hat Software-Seele aus Redmond

26.02.1999
MÜNCHEN (IDG/CW) - Als Alternative zu proprietären Lösungen hat NEC eigene Fernzugriffs-Server auf NT-Basis vorgestellt. Analysten werfen allerdings erneut die Frage auf: Eignen sich Allround-Lösungen für Fernzugriffe, oder ist eine proprietäre Plattform zu empfehlen?

Die Fernzugriffs-Server (Remote-Access-Server = RAS) der Serie "Express 5800" von NEC laufen unter dem Betriebssystem Windows NT 4.0. Für Kevin Gray, Produkt-Manager des Unternehmens, liegen die Vorteile auf der Hand. Die Server ließen sich besser in vorhandene NT-Umgebungen einbauen als proprietäre Lösungen, und ihre Administration sei keine große technische Herausforderung mehr. Folglich seien die Kosten für den laufenden Betrieb niedriger. Darüber hinaus begibt sich der Anwender laut Gray nicht mehr in Abhängigkeit zu einem einzelnen Hersteller. Zudem könne er Applikationen von Drittanbietern einfacher implementieren.

NEC bietet die neuen Express-5800-Server für Fernzugriffe in zwei Versionen an. Während sich eine Baureihe mit Zweikanal-ISDN-Verbindungen einsetzen läßt, ist das zweite Modell für Primär-Multiplex-Anschlüsse ausgelegt. Die technische Basis bilden NECs PC-Server der gleichnamigen "Express-5800"-Baureihe.

Doch es gibt auch kritische Stimmen. Laut John Girard, leitender Analyst der Gartner Group, ist NEC gegenwärtig nur ein weiterer Hersteller, der seine PC-Server unter NT als Zugriffsplattform positioniert. Für die Anbieter sei diese Strategie durchaus "attraktiv", da sie nun über den RAS-Umweg noch ein paar zusätzliche Geräte losschlagen könnten. Für den Anwender sei es darüber hinaus nachteilig, daß er sich bei Problemen künftig mit mehreren Unternehmen herumschlagen muß, wo früher die Verantwortlichkeiten klarer geregelt waren.

Nach Meinung des Gartner-Analysten ist es klüger, Geräte zu verwenden, die speziell für Fernzugriffe entwickelt wurden. Remote Access habe für den Anwender unsichtbar zu sein und reibungslos zu funktionieren - Vorgaben, die für Girard in der Regel nur Geräte wie Ciscos "5000er"-Serie oder "Total Control" von 3Com erfüllen. Zusatznutzen, so der Analyst weiter, gebe es durch den Erwerb einer Allround-Lösung nicht automatisch.

Für John Abate, Manager beim kanadischen Reseller Infinity Technologies, zielt die Analystenkritik jedoch ins Leere. Er zieht das NEC-Produkt den proprietären Konkurrenzlösungen vor, denn es erlaube optional die Einrichtung von Internet- und Faxverbindungen. Des weiteren, so Abate, werden die Geräte in puncto Skalierbarkeit den Anforderungen eines expandierenden Unternehmens gerecht. Beide RAS-Produktlinien von NEC sind seit Ende 1998 erhältlich. Während die Preise der Zweikanal-Version bei rund 12000 Dollar beginnen, schlägt ein Primär-Multiplex-Modell mit mindestens 23500 Dollar zu Buche.

Remote Access auf NT-Basis

Pro:

-Konfiguration, Integration und Wartung,

-geringere Kosten durch Standards,

-Anwendungen von Drittanbietern,

- Skalierbarkeit.

Kontra:

-Verantwortlichkeit im Problemfall,

-Ausfallsicherheit,

-Ressourcenverbrauch,

-fehlende Spezialisierung.