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29.06.2007

Neuer Siemens-CEO: Möchte in kommenden Jahren "viel erreichen"

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der neue Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Peter Löscher, möchte nach eigener Aussage "gemeinsam mit den über 400.000 Mitarbeitern" in den kommenden Jahren "viel erreichen". In den vergangenen Wochen habe er sich "schon intensiv" auf diese Aufgabe vorbereitet", wird Löscher in der offiziellen Mitteilung des Münchner DAX-Konzern anlässlich des Amtsantritts des Österreichers bei dem Konzern zitiert.

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der neue Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Peter Löscher, möchte nach eigener Aussage "gemeinsam mit den über 400.000 Mitarbeitern" in den kommenden Jahren "viel erreichen". In den vergangenen Wochen habe er sich "schon intensiv" auf diese Aufgabe vorbereitet", wird Löscher in der offiziellen Mitteilung des Münchner DAX-Konzern anlässlich des Amtsantritts des Österreichers bei dem Konzern zitiert.

Konkrete Angaben zu seiner Unternehmensstrategie hat Löscher bislang nicht gemacht. Am Dienstag hatte Löscher aber bereits angekündigt, nach seinem Amtsantritt Siemens auf "Evolution" statt auf einen radikalen Umbruch zu setzen. Löscher tritt zum 1. Juli die Nachfolge von Klaus Kleinfeld an.

"Ich danke Klaus Kleinfeld für den unermüdlichen Einsatz für das Unternehmen", wird der Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Cromme zitiert. Kleinfeld habe vor allem durch die strategische Neuausrichtung "den Grundstein für den heutigen wirtschaftlichen Erfolg von Siemens gelegt". Eine der wichtigsten Aufgaben des Vorstands bleibe es, die Aufklärungsarbeit der aktuellen Korruptionsfälle voranzutreiben sowie die Compliance-Organisation und die internen Kontrollmechanismen weiter zu entwickeln.

Löscher muss Siemens durch umfangreiche strafrechtliche Untersuchungen führen. Derzeit ermitteln die Münchner Staatsanwaltschaft, europäische Strafverfolgungsbehörden, das US-Justizministerium und die US-Börsenaufsicht SEC wegen mehrerer mutmaßlicher Korruptionsfälle.

Vorgänger Kleinfeld musste auf der Halbjahrespressekonferenz Ende April verkünden, dass die dubiosen Zahlungen von Siemens-Mitarbeitern deutlich größeren Umfang haben könnten als bislang bekannt. Derzeit hat das Unternehmen unklare Zahlungen von Mitarbeitern der Com-Sparte über 420 Mio EUR identifiziert. Siemens hat dahingehende Prüfungen inzwischen auf alle anderen Geschäftssparten ausgedehnt.

Kleinfeld war der elfte Vorstandsvorsitzende des Siemens-Konzern. Er hatte in seiner Amtszeit seit Januar 2005 die strategische Neuausrichtung des Unternehmen vorangetrieben. So restrukturierte er unter anderem das Geschäftsfeld Information and Communications (I&C) und lagerte dieses größtenteils in ein Joint Venture mit Nokia aus.

Im Gegenzug stärkte er mit Milliardenakquisitionen die als Wachstumsfelder ausgemachten Sparten Automation & Drives (A&D) sowie die Medizintechniksparte. Wie Siemens weiter mitteilte, steigerte sich der Unternehmenswert in der Amtszeit Kleinfelds von etwa 60 Mrd auf derzeit rund 95 Mrd EUR.

Löscher erbt von Kleinfeld das bei der Vorlage der Halbjahreszahlen vorgestellte und laut Analysten "ambitionierte" neue Effizenzsteigerungsprogramm "Fit for 2010". Dabei hatte Siemens die Margenzielbänder für neun von elf Siemens-Sparten angehoben. Zudem will das Unternehmen seine Rentabilität künftig auch auf Konzernebene an konkreten Zielvorgaben messen lassen. Hier setzt das Unternehmen auf die Kennziffern Return on Capital Employed (ROCE) und die Cash-flow-Größe Cash Conversion Rate.

Kleinfeld hatte Ende April angekündigt, nicht für eine Verlängerung seines bis zum 30. September laufenden Vertrags zur Verfügung zu stehen. Als Grund nannte Kleinfeld vor allem die mangelnde Rückendeckung durch den Aufsichtsrat. Das Gremium hatte Kleinfeld die Vertragsverlängerung verweigert und dabei auf den Druck der wegen der mutmaßlichen Schmiergeldzahlungen ermittelnden US-Behörden verwiesen.

Webseite: http://www.siemens.de/

-Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 505,

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