Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

02.10.1992

Neuer Siemens Chef von Pierer: Keine Gnade für Verlustquellen

Am 1. Oktober 1992 hat Heinrich von Pierer die Nachfolge von Karlheinz Kaske als Vorstandsvorsitzender der Siemens AG angetreten. Er wird im vierten Quartal 1992 versuchen, ein klares Bild der Siemens- Altlasten zu zeichnen. Dadurch könnte der Siemens-Kurs noch einmal unter Druck geraten.

Dann allerdings sind Käufe angezeigt: Die Positionierung von Siemens im Welt- Elektromarkt ist ausgezeichnet. Mit 18 Milliarden Mark an flüssigen Reserven können strategisch sinnvolle Akquisitionen jederzeit finanziert werden. Das Unternehmen besitzt ein enormes Gewinnsteigerungs-Potential durch Verlustvermeidung. Die größte Chance von Pierers, die Erträge in absehbarer Zeit steigern zu können, liegt in der Verlustvermeidung.

Siemens hatte drei wesentliche Verlustbereiche: SNI, Halbleiter und das US-Geschäft.

Der Verlust dieser drei Problembereiche lag 1991 bei zirka 1,7 Milliarden Mark. Da rund de Hälfte des bereinigten Vorsteuerergebnisses der Siemens AG von 3,9 Milliarden Mark 1991 aus dem Finanzbereich stammt, würde sich der operative Siemensertrag verdoppeln, wenn es gelänge, die Verlustquellen zum Versiegen zu bringen. Nach Steuern würde das einem Gewinn je Aktie von etwa 60 Mark entsprechen.

Bei einer Gewinnerwartung von nur 50 Mark je Aktie wäre der Titel mit einem Kurs-/Gewinnverhältnis von gut 1:1 der preiswerteste deutsche Standardwert, der außerdem durch Substanz hervorragend abgesichert ist. Da die begonnene Zinssenkungsphase trotz des problematischen Umfelds anhalten sollte und der deutsche Aktienmarkt von dem Trend zu billigerem Geld profitieren sollte, stellt Siemens ein interessantes Anlageziel dar. Die aktuelle Marktschwäche kann zu Käufen auf der Basis von 550 Mark genutzt werden. +

*Arnd Wolpers ist Geschäftsführer der Vermögensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichen Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenausjwahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo. Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.