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06.06.1997 - 

Internet als Konkurrenz für EDI?

Neuer Standard soll Transaktionsdaten über das Internet transportieren

Nachdem Electronic Data Interchange (EDI) die letzte Dekade dominiert hat, soll nun OBI die Transaktionen auf das Internet verlagern und auch für kleinere Transaktionen rentabel machen, etwa für Bestellungen von Büro- oder medizinischem Bedarf.

OBI wurde gemeinsam vom Kredikartenriesen American Express Corp., der Unternehmensberatung Supplyworks Inc. mit Sitz in Lexington, Massachusetts, und dem "Internet Purchasing Roundtable", einem Zusammenschluß verschiedener Hersteller, entworfen und mit großen Endkunden abgestimmt. Dazu gehören die Ford Motor Co., Hoffmann-Laroche Inc. sowie die United Technologies Corp.

Der Entwurf basiert auf dem rund zehn Jahre alten ANSI-Standard "X12 EDI 850", umgesetzt auf den Standard Internet Protocol (IP) und ergänzt um die Sicherheitsmechanismen des Secure Sockets Layer (SSL) und der digitalen Zertifizierung gemäß X.509. Obwohl bisher nicht abzusehen ist, ob sich OBI als neuer Standard durchsetzt, wird erwartet, daß einige der großen Hersteller von Web-Produkten entsprechende Ankündigungen machen werden. Unter anderem sollen Microsoft, Oracle, Open Market und Actra Business Systems (Joint-venture von Netscape und GE Information Services) vorhaben, ihre Server, Browser und sonstige Produktpalette auf OBI abzustimmen. Erste Produkte könnten bereits im laufenden Quartal auf den Markt gebracht werden.

American Express hofft, durch OBI auch die Verwendung sogenannter Corporate Procurement Cards ("P-Cards") anzukurbeln, die das Unternehmen - wie auch Visa International Inc. und andere Konkurrenten im Kreditkartengeschäft - anbietet. Mit solchen Karten können einzelne Benutzer oder ganze Abteilungen eines Unternehmens eine beschränkte Auswahl von Artikeln aus dem Sortiment vorher festgelegter Anbieter ordern.