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23.11.2001 - 

Intel wird für Blade-Server attraktiver

Neuer Stromspar-Chip vorgestellt

LAS VEGAS (CW) - Intel hat auf der Comdex den ersten einer Reihe von Chips vorgestellt, die sich insbesondere für die Verwendung in den mit Hunderten von CPUs bestückten Blade-Rack-Servern anbieten.

Bisher hatte Konkurrent Transmeta noch passable Chancen, der stromsparende und folglich weniger Hitze entwickelnde "Crusoe"-Chip könnte Prozessor der Wahl bei Blade-Servern werden (Grundlagen der Blade-Technologie in CW 35/01, Seite 14). Doch prinzipiell hätten die angehenden Hersteller solcher Rack-Server - Compaq, Dell, HP und IBM - lieber Intel den Vorzug gegeben. Jetzt ist der Chipanbieter auf der Suche nach einer geeigneten CPU in seiner Mobile Division fündig geworden.

Ein klangvoller Name ist in der Eile noch nicht gefunden; die Rede ist vom "Ultra Low Voltage Pentium III". In der Tat braucht der mit 700 Megahertz getaktete Prozessor nur 1,1 Volt Eingangsspannung. Zum Vergleich: Der auf zwei Gigahertz getaktete Pentium 4 benötigt 1,75 Volt. Entsprechend wenig Hitze gibt der neue Chip im Volllastbetrieb ab. Der Energie-Output soll nur halb so groß wie bei bisherigen Mobile-Pentiums sein. Möglich wird der niedrige Energieverbrauch unter anderem durch die schon beim "Tualatin" eingeführte 0,13-Mikrometer-Bauweise.

Die neue Stromspar-CPU hat 512 KB Cache im Chip und ist geeicht auf die Zusammenarbeit mit dem Chipset 440GX für mobile Computer. Sie kann bis zu 2 GB SDRAM des Typs PC-100 ansprechen. Die CPU beherrscht die von den Blade-Herstellern geforderte ECC-Technologie (ECC = Error Correcting Code). Der Prozessor wird nicht auf einen Sockel, sondern "surface mounted", also direkt auf das Motherboard gesteckt. Das spart Platz und ermöglicht noch schlankere Blades, also mehr CPUs in einem Rack.

Setzt Intel Standards für kompatible Hardware?Die Neuentwicklung von Intel hat allerdings noch Beschränkungen. Der Hersteller kündigte an, im ersten Quartal des kommenden Jahres eine Dual-Prozessor-Version des Chips herauszubringen. Auch der I/O-Durchsatz soll verbessert werden, doch Intel hat sich noch nicht festgelegt, welche I/O-Architektur man auf dem Backplane der Blades vorzieht. Während einige Hersteller Infiniband für das Modell der Zukunft halten, präferieren andere PCI oder PCI-X. Es ist zu befürchten, dass die Hersteller Blade-Anwender unentrinnbar an sich binden werden, denn es zeichnet sich kein Standard ab. Jeder Blade-Anbieter verwendet andere Backplane-Architekturen und differierende Baugrößen. (ls)