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17.09.1999 - 

Ex-IBMer Thompson zielt auf Firmenkunden

Neuer Symantec-Chef will das Consumer-Image loswerden

TOKIO (IDG) - John Thompson, ehemaliger Topmanager der IBM, will nach seinem Amtsantritt als Chief Executive Officer (CEO) und President des kalifornischen Softwareproduzenten Symantec Corp. zunächst im Marketing Zeichen setzen. Unter anderem geht es ihm darum, eine bessere Markenstrategie zu etablieren und verstärkt Unternehmenskunden anzusprechen.

Thompson sagte in einem Gespräch mit dem "IDG News Service", das Branding sei für ein Unternehmen wie Symantec von größter Bedeutung - nicht nur wegen des Images, sondern auch wegen der finanziellen Auswirkungen. In der Vergangenheit hätten die einzelnen Geschäftseinheiten ihre eigenen Markenstrategien verfolgt. Das gelte besonders für das Utility-Business, wo die 1990 gekaufte "Norton"-Produktpalette in den vergangenen Jahren klar im Vordergund gestanden habe.

Der Ex-IBMer spielt nun mit dem Gedanken, diese Marke künftig unter dem Firmennamen Symantec zu verkaufen. Die Summe von rund 100 Millionen Dollar, die Symantec jährlich für markenbezogene Werbekampagnen ausgibt, soll jedoch nicht aufgestockt werden. Allerdings will Thompson das Geld sorgfältiger verteilen. Zudem werden Produkt-Marketing und einzelne PR-Bereiche künftig zentraler organisiert.

Thompson folgte im April 1999 Gordon Eubanks, der Symantec über 15 Jahre zu einem weltweiten Softwarekonzern mit einem Umsatz von 633 Millionen Dollar (1998) geformt hatte. Offenbar will der neue Mann, der zuvor 28 Jahre in Diensten der IBM stand, nun beim Hersteller von Antiviren-Software, Utilities und Connectivity-Produkten die Zügel straffen.

Die Company müsse "disziplinierter" werden, meinte Thompson, der damit kritisch zur eher dezentralen, auf selbständige Geschäftseinheiten hin ausgerichteten Management-Philosophie seines Vorgängers Stellung nimmt. Die Technologien einzelner Business Units seien konzernweit besser zu verwerten. Nach seinem Amtsantritt habe ihn gewundert, wie wenig die an sich stimmigen Initiativen, die das Unternehmen gestartet habe, aufeinander abgestimmt gewesen seien.

Zu den Zielen des neuen Unternehmenslenkers gehört ferner eine stärkere Ausrichtung auf Geschäftskunden. Gegenwärtig stammen 56 Prozent der Einnahmen von Symantec aus dem Verkauf an End-User, möglichst bald soll dieser Anteil zugunsten von Corporate-Kunden auf 50 Prozent reduziert werden. Thompson möchte binnen der nächsten zwei Jahre mindestens 60 Prozent des Umsatzes mit Unternehmen machen.

Um dieses Ziel zu erreichen, will der Manager vor allem das Stigma eines reinen Consumer-Produktanbieters loswerden. In vielen Unternehmen stehe die "Norton"-Palette im Verdacht, für den Corporate-Einsatz nicht stabil genug zu sein. Solle bei diesen Kunden Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Produkte geschaffen werden, müsse man über die gesamte Markenstrategie nachdenken. "