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19.10.1990 - 

Verluste sind auf 4,6 Millionen Dollar gestiegen

Neuer Wordstar-Chef soll für schwarze Zahlen sorgen

NOVATO (CW) - Offenbar hielt man weder den bisherigen Chief Executive Officer der angeschlagenen Wordstar International Inc., Gari Grimm, noch den General Manager und obersten Finanzchef, Jim Dalrymple, für fähig, das Unternehmen wieder in die Gewinnzone zu bringen. Sie mußten gehen.

Der neue "Frontman" Ron Posner will durch Kostenreduktion und Akquisition neuer Produkte den Textverarbeitungs-Spezialisten wieder auf Vordermann bringen. Die Zahlen sprechen jedoch gegen einen erfolgreichen Turn-around: So konnte das Unternehmen zwar den Verlust im vierten Quartal des vergangenen Fiskaljahres (31. August 1990) von 793 000 auf 457 000 Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum reduzieren, aber das Jahresdefizit stieg um 1,6 auf 4,6 Millionen Dollar. Der Umsatz ging ebenfalls um 13 Prozent auf 37,4 (43,2) Millionen Dollar zurück.

Der Niedergang des Unternehmens begann Mitte der 80er Jahres, nachdem Wordstar aus seiner führenden Position im Markt für PC-Textverarbeitungs-Software verdrängt worden war. Posner selbst gab gegenüber dem amerikanischen Wirtschaftsblatt "Wall Street Journal'' zu, daß der Markenname in den letzten Jahren gelitten habe; gleichzeitig zeigte er sich aber zuversichtlich, dem Unternehmen wieder die Bedeutung verschaffen zu können, die es einmal gehabt habe. Auf seinem Sanierungsplan stehen Kosteneinsparungen zwar an erster Stelle, aber der neue CEO will nach eigenen Angaben auch Produkte akquirieren, die bisher nicht im Wordstar-Programm zu finden waren. US-Analysten prognostizieren Wordstar - trotz des guten Rufs, der dem Sanierer Posner spätestens seit seinem Engagement für die Peter Norton Computing Inc. vorauseilt - keine rosige Zukunft. Stewart Alsop, Herausgeber des "PC-Letters", sagte gegenüber dem "Wall Street Journal": "Ich glaube nicht, daß sie eine Chance haben, im Textverarbeitungs-Sektor wieder die Nummer eins zu werden."

Allerdings, so der Beobachter weiter, könnte die Übernahme einer wiederbelebten Wordstar International Inc. größere Softwareproduzenten reizen, sich mit ihr im Konkurrenzkampf gegen Microsoft zu stärken.