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IBM-Modellpolitik wird dem Anwender Kopfzerbrechen bereiten:


02.11.1984 - 

Neues 4300-Topmodell - neuer 308X-Einstieg

KÖLN (hi) - Um das Doppelprozessorsystem 4381-3 sowie ein neues Einstiegsmodell für die 308X-Serie erweiterte die IBM Deutschland GmbH, Stuttgart, ihre Großrechnerpalette. Während die neue 3083-CX-Maschine noch einigermaßen sinnvoll erscheint, sind sich die Fachleute über den Nutzen des größten 4300-Familienmitglieds noch im unklaren: Das Modell 3 der 4381 läuft nicht unter DOS/VSE.

Bis maximal 32 MB Arbeitsspeicher sowie 12 bis 18 Kanalpfade läßt sich der neue 4300-Riese ausbauen. Die Doppelprozessor-Architektur basiert in Design, Auslegung und verwendeter Technik auf den Uniprozessoren der Modelle 1 und 2. Damit erreicht der Dualprozessor nach Herstellerangaben bei kommerziellen Anwendungen 70 Prozent und bei technisch-wissenschaftlichen Anwendungen 90 Prozent mehr Leistung als das bisher stärkste Modell.

Unter der Steuerung der Betriebssysteme VM/SP, VM/SP High Performance Option (HPO), MVS/XA, VM/XA Migration Aid und MVS/370 korrespondieren beide Instruktionsprozessoren, die mit einer Grundzykluszeit von 68 Nanosekunden arbeiten, mit dem gemeinsamen Zentralspeicher sowie dem Support-Subsystem. Die Datenpfade zwischen den einzelnen Funktionselementen sind ebenso wie die innerhalb der Instruktionsprozessoren acht Byte breit. Beiden Prozessoren ist je ein Pufferspeicher mit 32 KB mit je einem Kanalsubsystem zugeordnet welches aus dem Kanalprozessor den Kanalpfaden und dem Kanaldatenpuffer mit 256 KB je Pfad besteht.

Die Dualprozessoreinheit der Familie 4381 mit einer Hauptspeichergröße von acht MB und sechs Datenpfaden wird zum Preis von knapp zwei Millionen Mark und mit 32 MB sowie 18 Kanalpfaden für rund 2,6 Millionen Mark angeboten. Die erste Auslieferung ab dem Werk Valencia plant Big Blue für das zweite Quartal 1985.

Auch bei dem neuen Einstiegsmodell in die Prozessorfamilie 308X, dem 3083-CX ist die Kapazität des Zentralspeichers in Oktalschritten von 8 MB auf 32 MB erweiterbar. Mit

8 oder 16 Kanälen wird der Prozessor von den Betriebssystemen MVS/XA, MVS/370, VM/XA Migration Aid und VM/SP HPO unterstützt. Nach Angaben von IBM beträgt die interne Leistung der 3083-CX etwa 75 Prozent des bisherigen kleinsten Modells EX.

Nach den IBM-Plänen soll der neue CX-Prozessor ab dem ersten Quartal 1985 ausgeliefert werden. Der Preis für eine Konfiguration mit 8 MB Hauptspeicher und 8 Kanälen liegt Angaben zufolge bei knapp 1,4 Millionen Mark.